Rottenschwil

Von der Blumenhändlerin zur neuen Wirtin im «Hecht»

Eine erste Gemeinsamkeit: Daniela Businger zeigt, wie gross einer ihrer Spezial-Rindsspiesse sein wird. Ein Hecht sei auch in etwa so gross, meint die neue Pächterin der «Casa Hecht» in Rottenschwil. ROB

Eine erste Gemeinsamkeit: Daniela Businger zeigt, wie gross einer ihrer Spezial-Rindsspiesse sein wird. Ein Hecht sei auch in etwa so gross, meint die neue Pächterin der «Casa Hecht» in Rottenschwil. ROB

Daniela Businger eröffnet am 22.Juli die «Casa Hecht» mit spanischer, portugiesischer und Schweizer Küche. Ein Tearoom mit Blumenladen ergänzt das Angebot. Ihr Team hat Businger bereits zusammen, die Umbauarbeiten laufen auf Hochtouren.

«Das war mein Traum. Andere machen eine Weltreise, ich werde mein Geld in dieses Restaurant investieren», freut sich Daniela Businger. Eigentlich war sie auf der Suche nach einer neuen Lokalität für ihren Blumenladen.

Doch als sie erfuhr, dass für den «Hecht» in Rottenschwil ein Pächter gesucht wird, hat sie nicht gezögert. Im Moment laufen die Umbauarbeiten in der Gaststube auf Hochtouren. Am 22. Juli wird die «Casa Hecht» eröffnet, am 17. August findet ein Tag der offenen Tür statt.

Grosse Pläne mit der «Casa Hecht»

Maria Daniela Businger Gonçalves wurde auf der portugiesischen Insel Madeira geboren, wuchs in Südafrika auf und lebt seit 26 Jahren im Freiamt. Südländische Kultur will sie auch im «Hecht» aufleben lassen, die schweizerische aber nicht verbannen.

Der grosse Speisesaal im hinteren Teil wird spanisch-portugiesisch eingerichtet mit langen Tischen, familiär und mit einer Kinderecke. Der vordere Teil ist im Landhausstil geplant, mit mehr Nischen, Ecken und kleineren Tischen.

Die Familie Meier, Eigentümerin des «Hechts», finanziert den Umbau. «Seit 30 Jahren haben wir hier nichts mehr verändert», meint Sepp Meier, «es wurde Zeit, dass hier wieder einmal etwas läuft.»

Das eine tun, das andere auch

Dank einer gemeinsamen Bekannten geniesst Businger bereits einiges an Vertrauen vonseiten der Familie Meier, die ihr beim Umbau viel Gestaltungsfreiheit einräumt. «Wenn es ein Problem gibt, kommt sie ja dann sowieso zu uns», lacht Meier.

Mit grösseren Problemen sieht sich Daniela Businger zurzeit aber nicht konfrontiert. «Die Lage ist gut, das Restaurant ist ein bekanntes Ausflugsziel und liegt im Grünen», so die neue Pächterin.

Sie wolle die ideale Lage nutzen und den «Hecht» möglichst grün werden lassen. Ihren Blumenladen in Muri gibt sie zwar auf, doch im Aussenraum des «Hechts» eröffnet sie sogleich den nächsten. Gemüse- und Früchtespezialitäten werden angeboten und exklusive Blumen wie Orchideen.

«In die Mitte des Raumes kommt ein Klavier und als Übergang zur Gartenwirtschaft plane ich einen Tearoom.» 20 Gäste werden an den Tearoom-Tischchen Platz haben. Insgesamt bringt es die «Casa Hecht» auf 300 Sitzplätze.

In sechs Monaten zum Wirtepatent

Ausser den beiden Speisesälen, der Gartenwirtschaft und dem Tearoom birgt das Gebäude im Rückraum eine Bar. «Die Bar will ich auch völlig umgestalten, hier soll es Musik geben und Tanz und verschiedene Stile von Jazz bis Volksmusik.»

Bei der Musikauswahl helfen der engagierten Neu-Wirtin ihre drei Söhne. Diese wüssten schon, was den Jungen gefalle, so Businger.

Dass sie zu wenig Erfahrung habe für ein derart grosses Projekt, lässt Businger nicht gelten. «Ich bin schon immer eine gute Gastgeberin gewesen, meine Eltern hatten in Südafrika ein Restaurant.»

Zudem habe sie laufend Partys organisiert und auch Partyservice gemacht. Vor allem freue sie sich darauf, im Sommer vor aller Augen in der Gartenwirtschaft Paella zuzubereiten.

Auch fachlich hat sich Businger vorbereitet. Etwa die Hälfte der Zeit stand sie das letzte halbe Jahr im Blumenladen im Einsatz. Mehr Zeit verbrachte sie mit Weiterbildungen aller Art.

Jetzt ist Businger stolze Besitzerin des Wirtepatents, bald selbst die Wirtin eines der bekanntesten Freiämter Restaurants und Chefin von zwei Dutzend Angestellten. Hier geht gerade ein Traum in Erfüllung.

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