Auw

Vom Turnverein, der sich zu einer Theatergruppe gemausert hat

Susanne Schwartz und Fritz Schwartz zeigen Herbert Langmeier die Pläne für sein neues Hochhaus.

Susanne Schwartz und Fritz Schwartz zeigen Herbert Langmeier die Pläne für sein neues Hochhaus.

Der Theaterverein Auw feiert seine 70. Aufführung mit dem Theater «Architekt und anderi Vögel» unter der Regie von Hanna Gehrig.

Lange ist es her, seit die ersten mutigen Köpfe des Turnvereins Auw sich dazu entschieden haben, Theater zu spielen. Um genau zu sein schon 82 Jahre. Was damals noch ein Nebenzweig des Turnvereins war und auch einen turnerischen ersten Teil beinhaltete, ist heute zu einem eigenständigen Verein herangewachsen. Dieses Jahr kann die Theatergruppe Auw nun ihre 70. Aufführung feiern.

Drei Akte voller Probleme, Humor und Freude

Das Jubiläums-Stück trägt den Namen «Architekt und anderi Vögel» und wird erstmals am 16. November im Mehrzweckgebäude in Auw aufgeführt. Es handelt sich um eine Komödie in drei Akten von Beatrice Lanz. Im Mittelpunkt steht das Architektenbüro Schwartz, in dem Herr und Frau Schwartz die Rollen getauscht haben.

Während Fritz Schwartz nun die Hausarbeit übernimmt, kümmert sich Susanne um das Geschäft. Neben den Hauptfiguren gibt es noch andere liebenswerte Charaktere wie die abergläubische Grossmutter, die Nachbarin mit ihren Kosmetikexperimenten oder den unterschätzten Architekten Tom, die in lustige Konflikte miteinander geraten.

Alte Bekannte und neue Gesichter in Auw

Für Michael Scheidegger ist es die erste grössere Rolle. Er erzählt: «Als Kind spielte ich einmal eine Randfigur in einem Theater. Ich mag mich noch genau daran erinnern, wie viel Spass ich dabei hatte.» Dies ist aber nicht sein einziger Grund, der ihn zur Theatergruppe gebracht hat. «Da ich nicht besonders gerne vor Leuten stehe, wollte ich durchs Theaterspielen über meinen Schatten springen und mich an einer neuen Herausforderung versuchen.» Mit dieser Entscheidung ist der 19-Jährige mehr als zufrieden.

Rosmarie Bütler ist schon länger dabei. 1963 hatte sie ihr Debüt auf der Bühne. Anders als Michael Scheidegger ist sie alles andere als Bühnenscheu. «Ich muss schon sagen, dass ich gerne im Vordergrund stehe. Deswegen mag ich es auch, auf der Bühne zu sein», erzählt die 79-Jährige. Trotzdem sei jede Aufführung wieder aufs Neue eine Herausforderung für sie. «Von Routine kann man beim Theaterspielen nie sprechen. Jede Rolle und jedes Stück ist verschieden und bringt seine eigenen Tücken und Schwierigkeiten.»

Jahrelange Erfahrung auf und hinter der Bühne

Schon 32 Jahre ist Hanna Gehrig bei der Theatergruppe dabei. Angefangen hat sie damals als Souffleuse. Sie stand aber auch schon auf der Bühne und übernahm letztlich die Regie von bereits 21 Theateraufführungen. Sie erklärt: «Für mich ist bei einem Stück wichtig, dass es einen roten Faden, Themen aus dem Leben und auch seinen Humor hat.» Wurde ein passendes Stück gefunden, wird es noch dem Publikum entsprechend angepasst und eventuell gekürzt.

Der nächste und laut Gehrig der schwierigste Schritt sei die Rollenverteilung. «Die Schauspieler müssen sich in die Rolle hineinleben können. Sie müssen in die Rolle passen, aber sie auch spielen wollen.» Besonders bei den drei neuen Teilnehmern sei es für sie besonders schwer gewesen, da sie sie noch nicht gut kannte.

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