Sarmenstorf

Vom Spitzenfussballer zum Zunftmeister: Er ist das neue Fasnachtsoberhaupt

Der neue Zunftmeister Pavel Karpf mit seinen beiden Ehrendamen Alexandra Betschard (links) und Irene Lipp.

Der neue Zunftmeister Pavel Karpf mit seinen beiden Ehrendamen Alexandra Betschard (links) und Irene Lipp.

Pavel Karpf wurde als neues Fasnachtsoberhaupt der Heuröpfelzunft Sarmenstorf in die Pflicht genommen. Er kennt die Samenstorfer Fasnacht von Kindheit an.

Die Sarmenstorfer Fasnacht kennt er von Kindheit an. In seiner Zeit als Profifussballer und Goalie bei den Basler Old Boys sowie beim FC Luzern hat der 47-jährige Pavel Karpf aber auch die legendärsten Fasnachten der Schweiz kennen gelernt. Ideale Voraussetzungen für das Amt als Zunftmeister der Heuröpfelzunft.

Der engagierte Fasnächtler hat denn im Vorfeld des diesjährigen Zunftbots auch als einer der meistgenannten Favoriten gegolten. Zumal der begeisterte Hobby-Skipper entgegen seiner sonstigen Gewohnheit Anfang Januar für einmal nicht auf den Weltmeeren unterwegs war. Für den Inhaber und Geschäftsführer des gleichnamigen Gartenbaubetriebes in Sarmenstorf ist in dieser Jahreszeit üblicherweise Segeln angesagt.

«Ich hätte nicht gedacht, dass ich diese Chance einmal bekomme», strahlte Pavel Karpf nach der von Zunftbrüdern und Gästen in der gut gefüllten Mehrzweckhalle begeistert applaudierten Wahl über das ganze Gesicht.

Daran, dass er sein Versprechen einhalten wird, «für eine tolle Fasnacht» zu sorgen, zweifelt niemand. Karpf, der seit 12 Jahren zur Heuröpfelzunft gehört, ist nicht nur ein erfolgreicher Berufsmann. «Auf Pavel können wir uns verlassen. Er zeigt stets grossen Einsatz und gibt stets alles, wenn es bei der Heuröpfelzunft etwas zu tun gibt», lobte Vereinspräsident Heinz Joho. Und Karpf selber erklärte: «Ich gelte als einer, der das Bier nicht mag und stets bei den Ersten ist, die nach Hause gehen. Mit der Übernahme dieses Amtes möchte ich beweisen, dass ich auch anders kann.» Diese ganz kleine Untertreibung der legendären Festnudel sorgte bei Zunftbrüdern und Gästen für entsprechende Heiterkeit.

De Brötler wieder de Eppisser

Der Wahl und Amtseinsetzung des neuen Zunftmeisters war die übliche Ehrung und Verabschiedung des Fasnachtsoberhauptes von 2015 vorausgegangen. «Dani de Brötler» musste das Zepter abgeben und als Daniel Eppisser wieder in die Reihen der normalen Zunftbrüder zurückkehren; von den beiden Präsentatoren «Theo Heu» und «Alex Öpfel» stimmig inszeniert.

Er tat das mit Bedauern: «Die Fasnacht 2015 als Zunftmeister war eine Super-Sache, ein unglaubliches Erlebnis», blickte er zurück. Vor allem vom Einzug an den Zunftball sei er überwältigt gewesen: «Das muss man einmal erlebt haben. Ich hoffe, mein Nachfolger kann das ebenso geniessen, wie ich es genossen habe», sagte Eppisser und dankte für die grosse Unterstützung, die er bei der Ausführung seines Amtes habe erfahren dürfen. Insbesondere seine beiden Ehrendamen Jacqueline und Sandra hätten ihn gut behütet: «Ich weiss nicht, ob ich ohne sie das Zepter von allen Anlässen wieder heil nach Hause gebracht hätte.»

Die Heuröpfelzunft Sarmenstorf gibt es mittlerweile seit 52 Jahren. Roman Abt ist seit 50 Jahren dabei und wurde am Zunftbot entsprechend geehrt.

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