Wohlen
Vom Schultisch an die Werkbank

Schüler der 2. Oberstufe durften im Rahmen von Berufe Wohlen+ zwei Tage lang Berufe kennenlernen.

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Raus aus dem Schulzimmer, rein ins Berufsleben – praktische Berufswahlkunde mit der Aktion Berufe Wohlen+.

Raus aus dem Schulzimmer, rein ins Berufsleben – praktische Berufswahlkunde mit der Aktion Berufe Wohlen+.

zvg

«Jetzt habe ich meinen Traumberuf gefunden – Floristin! Ich muss unbedingt im Februar eine ganze Woche in diesem Betrieb schnuppern gehen», so und ähnlich tönte es von manch einer Schülerin/einem Schüler, die nach zwei spannenden Tagen bei Berufe Wohlen+ wieder ins Schulzimmer zurückgekehrt sind.

Im Rahmen der bereits zum dritten Mal durchgeführten Infotage Berufe Wohlen+ informierten 66 Industriebetriebe, KMU und Privatpersonen aus der Region Wohlen 345 Schüler der 2. Oberstufe (Real, Sek und Bez) über ihren Berufsalltag. Sie berichteten dabei sowohl über Sonnen- wie auch Schattenseiten ihrer Arbeit. Die Berufsleute hatten einen guten Draht zu den Schülern. Sie erzählten sehr persönlich von ihrem eigenen Berufswahlprozess, von abgebrochenen Lehren und von Neuorientierungen. Sie nahmen die Fragen der Schüler ernst und erklärten geduldig, was ihre Arbeit beinhaltet und was sie motiviert.

Die Jugendlichen der 2. Oberstufe stehen am Anfang der Berufsfindung. Sie sind deshalb um jede offene Betriebstüre, jeden Einblick in eine Arbeit ausserhalb der Schulhäuser dankbar.

Umfrage:

Dominik Iten: "Nun kenne ich ein paar neue Berufe, welche mir durchaus gefallen. Trotzdem sehe ich mich in zehn Jahren immer noch als Ingenieur im Bereich Robotik."
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Sujitha Sivagnanamoorthy: "Ich will die Kanti besuchen, weil ich es dort ziemlich toll fand. Und wenn ich Ärztin werden will, muss ich ja sowieso an die Kanti."
Sarah Lüthi: "Die Kita fand ich am tollsten. Wir durften mit den Kindern backen und spielen. Ich durfte auch noch auf einen kleinen Jungen aufpassen und ihm Breichen löffeln."
Lenny Feller: "Ich war bei Max Vogelsang. Die bilden Zimmerleute aus. Der Beruf ist nichts für mich, doch die Führung durch Lager und Büro hat mir sehr gut gefallen."
Florian Bardhi: "Ich weiss jetzt, dass ich eine Lehre machen will. Nun möchte ich ganz viel schnuppern, denn ich habe noch nicht alles gesehen, was mich interessiert."
Joelina Haber: "Ich war bei der Spitex Wohlen für den Beruf Fachfrau Gesundheit. Dort habe ich mich sofort richtig wohlgefühlt, alle waren mega aufgestellt und freundlich."
Noemi Baumann: "Ich war bei der Integra. In zehn Jahren sehe ich mich als ausgebildete Fachfrau Gesundheit in einem Spital, Altersheim oder in einer Behinderteninstitution."

Dominik Iten: "Nun kenne ich ein paar neue Berufe, welche mir durchaus gefallen. Trotzdem sehe ich mich in zehn Jahren immer noch als Ingenieur im Bereich Robotik."

AZ

«Als die andern gegangen waren, getraute ich mich, noch etwas zu fragen, und der Arbeiter meinte, ich solle mich doch für eine Schnupperlehre melden. Das hat mich sehr aufgestellt», berichtete einer der Schüler nach seinem Besuch in einer Autowerkstatt.

Auskunft auf alle Fragen

Es ist nicht selbstverständlich, dass Betriebe ihr Tagesgeschäft einstellen und den Jugendlichen ihren Betrieb und ihre Arbeit vorstellen, Auskunft auf alle Fragen geben und sich die Zeit nehmen, der interessierten Jugend etwas Praktisches beizubringen. Es wurde geschweisst, gehobelt, geschnetzelt, verkauft, gepflegt und viele Eindrücke gesammelt.

«Wir sind überzeugt, dass dieser Einblick in die verschiedenen Unternehmen den Jugendlichen Mut macht, ihre Zukunft mit Motivation anzupacken. Im Gegenzug hoffen wir, dass die Unternehmen einmal von motivierten Jugendlichen für eine Lehrstelle angefragt werden», sagt Ruth Salzmann, Initiantin und Organisatorin von Berufe Wohlen+. Dann wird von Neuem geschrieben, geschwitzt, gebangt und sich schlussendlich gefreut. (AZ)