Muri

Vom Greenhorn zum Vizeammann: Milly Stöckli klar vor Heinz Nater

Gewählt: Milly Stöckli (SVP) wird Vizeammann von Muri.

Gewählt: Milly Stöckli (SVP) wird Vizeammann von Muri.

Im Kampf um das Amt des Vizeammanns siegte Milly Stöckli (SVP) im zweiten Wahlgang deutlich vor CVP-Kandidat Heinz Nater. Ein Ausgang, der nicht von vornherein klar war, die Grossrätin aber ungemein freut.

1092 Stimmen für Milly Stöckli, 807 für Heinz Nater. Damit unterlag im zweiten Wahlgang um das Amt des Vizeammanns im Klosterdorf der CVP-Vertreter seiner Kollegin aus der SVP relativ deutlich. Stöckli lag schon im ersten Wahlgang mit 848 Stimmen vor Nater, der 640 Stimmen auf sich vereinigt hatte. Stöckli konnte somit im zweiten Wahlgang noch leicht an Vorsprung zulegen.

Dieser Ausgang war nicht von vorneherein klar: Stöckli und Nater lieferten sich nämlich, trotz des Stimmenunterschieds im ersten Wahlgang, ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Das, weil im ersten Wahlgang 123 Stimmen auf die SP-Frau Christine Brun, 94 Stimmen auf Yvonne Leupi von der CVP und nur 50 Stimmen auf Benjamin Brander von der SVP entfielen, obwohl diese gar nicht zur Wahl standen. SP und FDP hatten vor dem zweiten Wahlgang Stimmfreigabe beschlossen.

«Ich habe einfach Freude»

«Das ist sicher ein deutlicher Sieg für Milly Stöckli», sagt der unterlegene Heinz Nater, «diesen Entscheid gilt es zu akzeptieren und ich habe auch überhaupt kein Problem damit.» An der offiziellen Wahlfeier hat Nater Stöckli gratuliert.

Gross ist die Freude bei der neuen Frau Vizeammann Milly Stöckli. Für sie sind die fast 300 Stimmen Vorsprung ein Zeichen dafür, wie sehr sie von der Gemeinde inzwischen getragen wird. «Ich habe einfach Freude und werde nun voller Elan in die nächste Legislatur gehen.»

Warum die Entscheidung so deutlich zugunsten von Milly Stöckli ausfiel, sei schwierig zu sagen, meinte Nater nach der Wahlfeier. Stöckli vermutete, dass ihr Engagement ausserhalb des Gemeinderats mitentschieden hat. «Dass ich neben meinem Amt als Gemeinderätin noch in den OKs fürs Jugendfest und die Gewerbeausstellung tätig war, hat den Einwohnern möglicherweise gezeigt, dass ich bereit bin, mehr zu leisten als ein normaler Gemeinderat.»

Mit einer gewissen Genugtuung blickte Stöckli zurück auf die Reaktionen zu ihrer Wahl in den Grossrat vor zwölf Jahren: «Ich wurde unerwartet und als ‹Greenhorn› in den Grossen Rat gewählt, man sagte: ‹Was will denn diese Bäuerin?› Jetzt bin ich Vizeammann in Muri. Das ist super und freut mich enorm.»

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