Sanierung

Vollsperrung: Strasse von Waltenschwil nach Hermetschwil ab Frühling gesperrt

Die Fahrbahn der gefährlichen Rotwasserkurve wird im Zuge der Sanierung auf 7,7 Meter verbreitert. Toni Widmer

Die Fahrbahn der gefährlichen Rotwasserkurve wird im Zuge der Sanierung auf 7,7 Meter verbreitert. Toni Widmer

Ab Montag wird die Verbindung vom Bünz- ins Reusstal erneuert. Von Frühling bis Herbst 2019 kommt es dann zur Vollsperrung.

Das Projekt ist seit Jahren im Gespräch: Die Kantonsstrasse zwischen Waltenschwil und Hermetschwil ist in einem schlechten Zustand. Und sie ist, nicht zuletzt wegen der zu schmalen Fahrbahn, nicht ungefährlich. Lastwagen müssen beim Kreuzen an den engsten Stellen regelmässig über den Fahrbahnrand ausweichen.

Im Mai 2015 ist ein Sanierungsprojekt öffentlich aufgelegen. Es ist mittlerweile baureif. Am Montag wird mit den ersten Arbeiten begonnen. Dauern wird die Sanierung rund ein Jahr, von Frühling bis Herbst 2019 wird die Verbindung vom Bünz- ins Reusstal, die täglich von gegen 4000 Fahrzeugen befahren wird, gänzlich gesperrt.

Fahrbahn wird 6,2 Meter breit

Umfassend saniert wird die Kantonsstrasse K361 auf einer Länge von 1400 Metern ab dem Waldeingang in Waltenschwil bis zum Abzweiger nach Bünzen in Hermetschwil. Auf weiteren 200 Metern Länge ab diesem Abzweiger in Richtung Restaurant Waldheim wird laut Projektleiter Jelecevic Elmin vom Departement Bau, Verkehr und Umwelt, lediglich der Deckbelag ersetzt. «In diesem Bereich muss auch noch eine Kanalisationsleitung ersetzt werden. Damit fangen wir bereits nächste Woche an», erklärt Jelecevic weiter.

Das auf rund 4,4 Mio. Franken veranschlagte Sanierungsprojekt ist laut dem Projektleiter dringend nötig: «Die Strasse ist in einem sehr schlechten Zustand und deshalb der Unterhalt in den letzten Jahren immer aufwendiger geworden. Dazu kommt, dass die Fahrbahn im erwähnten Abschnitt lediglich zwischen 5 und 5,3 Metern breit ist. Kreuzen ist hier vor allem für Lastwagen problematisch.» Die Breite der Fahrbahn bekommt neu jedoch kein Luxusmass: «Wir verbreitern sie durchgehend auf 6,2 Meter, das ist eine minimale Breite für eine Verbindungsstrasse, die auch vom Schwerverkehr befahren wird», sagt Jelecevic.

Rotwasserkurve wird entschärft

Etwas breiter wird allerdings die bis anhin recht gefährliche Rotwasserkurve. Hier haben sich früher verschiedentlich schwere Unfälle ereignet, deshalb ist die Geschwindigkeit vor ein paar Jahren auf 40 km/h begrenzt worden. Um die Sicherheit zu erhöhen, wird der Kurvenbereich jetzt auf 7,7 Meter ausgebaut.

Weil der Untergrund im Waldgebiet schlecht ist, muss die Tragfähigkeit der Strasse im Sanierungsbereich verbessert werden. «Das erreichen wir mit einer Zement-Stabilisation», erklärt der Projektleiter. Ebenfalls stabilisiert werden müssten die verschiedenen Böschungen und Böschungsfüsse.

Nicht nur Verkehr profitiert

Von der Sanierung profitiert aber nicht nur der Durchgangsverkehr. Die Situation für Fussgänger wird mit 90 Zentimeter breiten Banketten verbessert. Auf der westlichen Seite der Strasse wird dieses sogar 1,4 Meter breit. So entsteht eine Verbindung vom Wanderweg, der von Althäusern herkommt bis zur Rotwasserkurve beziehungsweise dem Abzweiger zum Erdmannlistein.

Der starken Amphibienpopulation im Forenmoos trägt der Kanton als Bauherr mit Leiteinrichtungen Rechnung. Bisher wurden die Frösche bei ihrer Wanderung im Frühling mit temporären Absperrungen vor dem Betreten der Strasse geschützt und von Freiwilligen eingesammelt. Künftig gibt es feste Absperrungen und Durchgänge unter der Strasse. Im Frühling 2019 müssen die Frösche aber noch einmal über die Strasse. Das allerdings gefahrlos, denn die ist dann gesperrt.

Autor

Toni Widmer

Toni Widmer

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