Wohlen

Vizeammann Paul Huwiler über Isler-Areal: «Über Preise rede ich nicht»

Jacob Isler-Areal in Wohlen: Die Planung kann jetzt weitergehen. archiv/ian

Jacob Isler-Areal in Wohlen: Die Planung kann jetzt weitergehen. archiv/ian

Nach einer langen Blockade kann der Gemeinderat beim Isler-Areal endlich weiterplanen. Was hat er vor? Vizeammann Paul Huwiler gibt Auskunft.

Zu sagen gibt es noch nicht viel konkretes: «Das Geschäft liegt beim Gemeinderat auf dem Pult. Als Erstes muss er jetzt entscheiden, ob wir das Grundstück verkaufen oder im Baurecht abgeben wollen», hält Vizeammann Paul Huwiler fest. In einer zweiten Phase gehe es dann um die Art des Verfahrens: «Machen wir eine Ausschreibung, einen Investorenwettbewerb oder gibt es noch eine dritte Variante», erklärte Huwiler weiter.

Und was sagt er zu einem möglichen Verkaufspreis für das Bauland im Zentrum von Wohlen: «Über Preise rede ich nicht», sagt er klar. Das sei im Moment nicht angebracht. Erst müsse Klarheit über das weitere Vorgehen herrschen.

Vor 10 Jahren 5,2 Mio. geboten

2007 lag ein Kaufangebot der Feldmann AG vor. Die Firma hätte für das knapp 7500 m2 grosse Areal 5,2 Mio. Franken bezahlt, also rund 700 Franken pro Quadratmeter. Die Gemeinde Wohlen hatte im August 2001 der UBS noch 310 Franken pro m2 bezahlt, total also 2,346 Mio. Franken.

Das Grundstück war damals allerdings noch ein paar Quadratmeter grösser, inzwischen hatte man eine kleine Fläche abparzelliert. Das Geschäft wurde dem Einwohnerrat im März 2008 unterbreitet, im Laufe der intensiven Debatte vom Gemeinderat aber zurückgezogen.

Mehrere Vorstösse und Anträge

Grund war die grosse Uneinigkeit über die mögliche Gestaltung einer späteren Überbauung. Im Parlament wurde befürchtet, damit könnte der Wohler Ortskern allenfalls definitiv verschandelt werden.

Mit dem Rückzug des Verkaufsantrages ging eine Diskussion um das Jacob Isler-Areal von vorne los, die effektiv schon 2003 begonnen hatte.

Zuerst war es ein Postulat zur Errichtung eines Parks. Das wurde vom Parlament abgelehnt. 2004 folgte eine Motion mit dem gleichen Begehren. Auch sie wurde vom Einwohnerrat abgelehnt. Noch vor dem gescheiterten Verkauf an die Feldmann AG war 2007 ein Postulat zur Vermeidung des Unfallrisikos auf dem Areal eingereicht worden.

Danach folgte die erste Initiative zur Schaffung eines Parks, verknüpft mit dem Bau eines Parkhauses. Dazu sagte das Stimmvolk 2008 klar Nein.

Im gleichen Jahr gab es eine normale Motion und zwei dringliche Motionen mit Ziel, eine Gesamtschau über das Zentrum zu machen. Es folgten die Planungskredite zur Erstellung eines Masterplans (2008 bewilligt) und das Kreditgesuch für die Schaffung eines Gestaltungsplans (2009 bewilligt). Der Gestaltungsplan wurde 2013 durch den Regierungsrat in Kraft gesetzt.

2014 bewilligte der Einwohnerrat einen Kreditantrag für eine Investorenausschreibung. Die SVP ergriff das Referendum, das Volk lehnte den Kredit ab. Und damit wurde der Park erneut aktuell. Zuerst als Motion (2015, vom Einwohnerrat abgelehnt), dann mit der am Sonntag vom Volk klar abgelehnten Initiative «Oase Isler-Park.» (az)

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