Villmergen
Villmergen führt auf wichtigen Schulwegen Tempo 30 ein

Der Gemeinderat Villmergen hat beschlossen,eine erste Tempo-30-Zone zu verfügen. Damit sollen vor allem die meistbegangenen Schulwege sicherer werden.

Toni widmer (Text und Fotos)
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Die Dorfmattenstrasse ist der direkte Zubringer zur Schulanlage Hof.

Die Dorfmattenstrasse ist der direkte Zubringer zur Schulanlage Hof.

Die Sicherheit der Schulkinder ist in Villmergen ein altes Thema. Immer wieder forderten die Eltern Verbesserungen auf den Schulwegen und verschiedentlich sind in der Vergangenheit auch schon entsprechende Massnahmen ergriffen worden.

In der jüngsten Zeit hat sich vor allem auch der Verein Schule und Elternhaus stark für sichere Schulwege eingesetzt. Heikel ist die Situation nach wie vor vor allem auf der Bündtenstrasse und der nördlichen Dorfmattenstrasse, zwei stark begangenen Schulwegen.

Wenig Aufwand, grosse Wirkung

In einer ersten Etappe soll im Laufe des Jahres jetzt genau hier und zusätzlich auch im Quartier Bachstrasse, Tempo 30 eingeführt werden. Damit will der Gemeinderat aber nicht nur die Sicherheit auf den Schulwegen erhöhen, sondern auch die Lebensqualität in den Quartieren steigern, wie er in einer Mitteilung schreibt.

Die Einführung von Tempo 30 in verschiedenen Wohnquartieren ist im Entwurf des Kommunalen Gesamtplans Verkehr vorgesehen. Der Gemeinderat kann sie in eigener Kompetenz verfügen, sofern er dabei auch seine Finanzkompetenz nicht überschreitet. Allerdings muss die Signalisationsänderung im Amtsblatt veröffentlicht werden; Einwendungen von betroffenen Bürgern sind somit möglich.

Laut André Zehnder, Abteilungsleiter Bau, Planung und Umwelt, belaufen sich die veranschlagten Kosten auf rund 24 000 Franken: «Wir haben bei einem spezialisierten Ingenieurbüro die Ausarbeitung eines Konzepts in Auftrag gegeben. Das wird etwa 4000 Franken kosten. Für die Umsetzung selber rechnen wir mit Kosten von ca. 20 000 Franken.» Man sei bestrebt, aus möglichst wenig Aufwand die optimale Wirkung herauszuholen, erklärte Zehnder.

Wo letztendlich was signalisiert werde, sei Bestandteil des in Ausarbeitung befindlichen Konzepts, sagte Zehnder weiter. Gewisse Signalisationen seien ja ohnehin in entsprechenden Verordnungen festgeschrieben. Umgesetzt werden soll das Konzept so bald wie möglich.