Sins

Vier Pfoten und Bellen statt Wiehern und Hufgeklapper im Parcours

Daniel Buchmeier und Kooiker-Dame Piraya vom Agility-Verein Muri meistern die Hindernisse mit Leichtigkeit. Cornelia Bisch

Daniel Buchmeier und Kooiker-Dame Piraya vom Agility-Verein Muri meistern die Hindernisse mit Leichtigkeit. Cornelia Bisch

Einer der vier jährlichen Qualifikationswettkämpfe für die Agility-Schweizer-Meisterschaft der Vereine (ASMV) fand im Freiamt statt.

Für einmal sind es nicht Hufschläge und Pferdegewieher, die aus der Reitarena Brand ertönen, sondern euphorisches Hundegebell und die feurigen Rufe der Besitzer. Border Collies und ihre etwas kleineren Geschwister, die Shelties, Australian Shepherds und Belgische Schäfer, aber auch hübsch frisierte Pudel tummeln sich aufgeregt auf dem Gelände.

Aus der ganzen Schweiz und sogar aus dem Fürstentum Liechtenstein sind sie nach Sins gereist, um an den Qualifikationswettkämpfen für die Schweizer Meisterschaft teilzunehmen. Rund 450 Teilnehmer mit Hunden in drei Grössenkategorien bestreiten in Teams die Jumping- und Agilitywettkämpfe sowie einen anspruchsvollen Stafettenlauf. Die besten der vier jährlich in der ganzen Schweiz stattfindenden Qualifikationswettkämpfe nehmen an der Schweizer Meisterschaft teil.

Blitzschnell und topmotiviert

Publikum und Juroren müssen gute Augen und eine rasche Auffassungsgabe haben, um den temporeichen Darbietungen der Hunde folgen zu können. Mit Feuereifer und grosser Geschicklichkeit nehmen die Vierbeiner den Parcours in Angriff, balancieren über schmale Brücken und Wippen, kriechen durch Tunnels und springen über Hindernisse.

Nur sehr sportliche Hundehalter können dieses Tempo mithalten. Ihre Kunst besteht darin, die Übersicht zu behalten und dem Tier rechtzeitig mittels Handzeichen und Worten die nötigen Anweisungen zu erteilen.

Manchmal klappt es hervorragend, manchmal weniger. «In den meisten Fällen ist es jedoch der Mensch, der einen Fehler macht», erklärt Melanie Keusch vom Vorstand des Hundesportverein Oberfreiamt «The Fairplayers».

Deshalb hat sie auch keinerlei Verständnis dafür, wenn verbissene Hundehalter ihre Tiere anschreien oder sogar schlagen. «Das kommt manchmal vor. Solche Teilnehmer werden disqualifiziert. Agility-Training soll Spass, Beschäftigung und Kopftraining für den Hund sein. Verbissenheit ist fehl am Platz», sagt die junge Frau entschieden.

Der 48-jährige Daniel Buchmeier trainiert mit seiner 5-jährigen Kooiker-Dame Piraya im Agility Verein Muri. Er ist zufrieden mit dem Wettkampftag. «Vor allem die Stafette ist super gelaufen.» Buchmeier betreibt bereits seit 1988 mit Border Collies und Kooiker-Hunden Agility-Training und nimmt an Wettkämpfen teil.

Hobby mit Herzblut

«Ich habe mitgeholfen, den Verein aufzubauen. Da steckt viel Herzblut drin. Und die Arbeit mit den Hunden macht mir immer noch Freude.» Trainiert wird ein- bis zweimal pro Woche. «Manchmal nehmen wir auch an mehrtägigen Seminaren bei Profis teil.

Das ist zwar anstrengend, aber sehr interessant. Man lernt verschiedene Trainingsstils kennen und kann sich mit anderen Hundehaltern austauschen.» Für Daniel Buchmeier stehen der Spass und das Wohl des Tieres klar im Vordergrund. «Für mich ist es vor allem ein schönes Hobby.»

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