Muri

Vier Frauen machen sich stark für die Blutstammzellenspende

Pia Strebel und Monika Strebel (hinten von links) sowie Irene Stierli und Romy Breitenstein engagieren sich für die Blutstammzellenspende.

Pia Strebel und Monika Strebel (hinten von links) sowie Irene Stierli und Romy Breitenstein engagieren sich für die Blutstammzellenspende.

Romy Breitenstein, Irene Stierli, Monika und Pia Strebel wollen am «Tag der Tat» am nächsten Samstag, 10. September, von 10 bis 13 Uhr vor dem Coop in Muri die Bevölkerung für die Blutstammzellspende sensibilisieren.

Sie folgen damit einem Aufruf von Blutspende SRK Schweiz. Die Blutstammzellenspende ist für Menschen mit lebensbedrohlichen Blutkrankheiten wie Leukämie oft die einzige Chance auf Heilung.

Von eigenen Erfahrungen geprägt

Romy Breitenstein begründet den Einsatz ihrer Gruppe wie folgt: «Im letzten Jahr erkrankte mein Schwager an Leukämie. Mir wurde schmerzlich bewusst, wie wichtig jeder registrierte Blutstammzellspender ist. Er hatte Glück und es fand sich ein passender Spender.»

Bei Pia Strebel war es ihre eigene Schwester Monika, die ihr die lebensrettenden Blutstammzellen spenden konnte. Bereitwillig engagieren sich nun Pia und Monika Strebel am «Tag der Tat», und können aus eigener Erfahrung berichten.

«Ich bin überzeugt, dass viele Menschen bereit wären, sich registrieren zu lassen, wenn sie die nötigen Informationen zur Blutstammzellenspende hätten», ergänzt Irene Stierli. Nur 20 bis 30 Prozent der Patienten, die eine Blutstammzelltransplantation benötigen, finden innerhalb der Familie einen geeigneten Spender. Der Grossteil ist auf einen nicht verwandten Spender angewiesen.

Lebensretter werden

Ist die Blutstammzellspende bereits bekannt, ist die Bereitschaft zur Registrierung grösser. Hier setzt der «Tag der Tat» mit dem Ziel der Sensibilisierung für die Thematik an. Seit der erstmaligen Durchführung des «Tag der Tat» vor zwei Jahren hat sich die Anzahl registrierter Blutstammzellspender im Schweizer Register nahezu verdoppelt.

Mit ein Grund für das starke Wachstum sind Patientenaufrufe, die vorab via Facebook grosse Solidaritätswellen auslösen und zu Neuregistrierungen führen. Aktuell sind in der Schweiz rund 95 000 Menschen als Blutstammzellspender registriert, ein weiterer Ausbau wird angestrebt. Je mehr Menschen zu einer Spende bereit sind, desto grösser ist die Chance, einem Patienten rechtzeitig helfen zu können.

Als Blutstammzellspender registrieren kann man sich jederzeit online unter: www.sbsc.ch/registrierung. Die Registrierung beinhaltet das Ausfüllen eines Fragebogens sowie eine Mundschleimhautprobe, die zu Hause gemacht werden kann. Die so registrierten Personen stehen danach für die Suche von Patienten auf der ganzen Welt zur Verfügung. (az)

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