Bevor der Einwohnerrat ein neues Einsatzfahrzeug für die Regionalpolizei Wohlen (Repol) bewilligen kann, musste diese erst ein Fahrzeugkonzept vorlegen. Dies verlangten die Einwohnerräte vor genau einem Jahr. Das Konzept liegt nun vor. «Die Fahrzeuge sind Arbeitsplatz und Werkzeug der Angehörigen der Regionalpolizei», heisst es darin. Auf die Fahrzeuge müsse «zu Tag- und Nachtzeiten während 365 Tagen im Jahr Verlass sein».

Zu wenig Fahrzeuge

Die Fahrzeugflotte der Repol besteht aus vier Fahrzeugen, davon sind zwei Einsatzfahrzeuge (Anschaffung: 2003 und 2004), ein Zivilfahrzeug (2008) sowie ein Transporter (2006). Noch vor zwei Jahren bestand die Repol lediglich aus sechs Mann, die für die Gemeinden Büttikon, Dintikon, Dottikon, Hägglingen, Uezwil, Villmergen, Waltenschwil und Wohlen mit insgesamt rund 31000 Einwohnern zuständig waren. Heute sind es bereits zwölf Polizisten. Einerseits gibt es zu wenig Einsatzfahrzeuge für ein so grosses Korps, weshalb immer wieder Engpässe entstünden, heisst es im Konzept.

Andererseits seien bei der Anschaffung der Pikettfahrzeuge in der Aufbauphase der Repol «die örtlichen und geografischen Gegebenheiten nur ungenügend in die Evaluation einbezogen» worden. Die Pikettfahrzeuge hätten nur Heck- beziehungsweise Frontantrieb und «haben sich daher bei schwierigen Witterungs- und Strassenverhältnissen als ungünstige Einsatzmittel erwiesen».

Höchstens 150000 Kilometer

Die Fahrzeuge werden von verschiedensten Fahrern genutzt und sind in den Dörfern häufigem städtischem Stop-and-Go-Verkehr ausgesetzt. Weil sich die Fahrzeuge durch das zwingend mitzuführende Einsatzmaterial zudem ständig nahe dem erlaubten Gesamtgewicht bewegen, sind sie ständig überdurchschnittlich stark belastet, und zwar um das Zweieinhalb- bis Dreifache eines normalen Fahrzeuges, schreibt die Repol.

Da die Wartungsintensität erfahrungsgemäss mit dem steigenden Betriebsalter zunehme, sollten die Pikettfahrzeuge «während höchstens 150000 Kilometern oder sechs Jahren im Einsatz sein», die Zivil- und Multifunktionsfahrzeuge «während höchstens 150000 Kilometern oder zehn Jahren», hält die Repol fest.

Sicherheit als wichtigster Punkt

Beim Kauf eines Neufahrzeuges sind der Repol Sicherheit, Zuverlässigkeit und Preis-Leistungs-Verhältnis am wichtigsten. Danach kommen die Betriebskosten, die Umwelt sowie die Garantieleistungen. Punkto Umwelt sind auch alternative Antriebsquellen wie Gas- oder Elektroantrieb in Erwägung gezogen worden. Diese entsprechen aber noch nicht dem Anforderungsprofil (Allradantrieb, Zuladung, Anhängelast), heisst es im Bericht.

Aufgrund der Aargauischen Volksinitiative «Mehr Sicherheit für alle» wird die Repol ausserdem per 2017 auf 17 Polizisten aufgestockt. «Im Zuge dessen muss der Fahrzeugpark der Regionalpolizei Wohlen um zwei zusätzliche Pikettfahrzeuge aufgestockt werden, um die Einsatzbereitschaft und die Ausrückmöglichkeiten gemäss den Vorgaben zu gewährleisten.» Eines dieser zwei zusätzlichen Fahrzeuge soll bereits 2012 angeschafft werden, um die Engpässe zu überbrücken.