Die Bewohnerinnen und Bewohner der zwei Alterszentren Bremgarten und Widen sind fitter als man vermutet. Mehr als 66% der Pensionäre sind in den Besa-Pflegebedarfsstufen 0 bis 3 eingeteilt, sie brauchen keine oder nur leichte Pflege. Demnach befinden sich 93 der 140 Pensionäre der beiden Alterszentren in diesem gesundheitlich guten bis recht guten Zustand. Sie erhalten auch keine Pflege-Restkostenfinanzierung durch die öffentliche Hand.

Anders sieht es bei den übrigen 47 Pensionären aus. Sie sind den Besa-Stufen 4 bis 12 zugeteilt, benötigen mittlere bis starke Pflege und bekommen von der öffentlichen Hand finanzielle Unterstützung.

18 Personen völlig selbstständig

Gemäss der aktuellen Statistik brauchen 18 Pensionäre keinerlei Hilfe und sind völlig selbstständig. (Stufe 0). 32 Bewohner der beiden Alterszentren weisen Besa-Stufe 1 auf, 28 haben Besa-Stufe 2 und weitere 15 Bewohner Stufe 3. Diese 75 Personen benötigen geringe bis leichte Unterstützung bei der Pflege und Betreuung.

Auf mehr Dienstleistungen und Unterstützung durch das Pflegepersonal angewiesen sind die neun Pensionäre der Stufe 4, die elf Pensionäre der Stufe 5, die neun der Stufe 6 sowie die sechs der Stufe 7. Aufwendiger ist der Pflegebedarf bei den sieben Pensionären in der Stufe 8, den vier in der Stufe 9 und dem einen in der Stufe 10. Kein Alterszentrumsbewohner ist den Stufen 11 und 12 mit sehr starkem Pflegebedarf zugeteilt.

Ausrichtung auf Pflege

Laut Geschäftsführer Hans-Peter Eckstein soll in den beiden regionalen Alterszentren fortan der Grundsatz «ambulant vor stationär» konsequenter umgesetzt werden. Ältere Leute, die nicht oder nur leicht pflegebedürftig sind, sollen vermehrt daheimbleiben und länger Spitex-Dienstleistungen und andere Betreuungsangebote nutzen können. «Unsere Ausrichtung gilt der Pflege», betont Eckstein. «Pflegebedürftige aus den zehn Gemeinden, die dem regionalen Gemeindeverband angeschlossen sind, sollen nicht mehr in der Pflegi Muri oder im Reusspark Gnadenthal betreut werden, sondern in Bremgarten und in Widen.» In beiden Alterszentren könne man qualitativ gute Pflegeleistungen im 24-Stunden-Betrieb bieten.

Ein anderer Entwicklungsschritt betrifft die Hotellerie der zwei Alterszentren Bremgarten und Widen. Die beiden Cafeterias will man zu Restaurantbetrieben umfunktionieren. Zudem wird ein Ausbau des Mahlzeitendienstes angestrebt, auch Mittagstischangebote für Schüler und auswärts wohnende Seniorinnen und Senioren sind geplant.

Am 28. März tagen im Alterszentrum Bremgarten die Abgeordneten des Gemeindeverbandes. Dabei wird der Vorstand neu bestellt und Unterlunkhofens Ammann Roger Cébe, bisher Präsident ad interim, zum neuen Verbandspräsidenten der Amtszeit 2014 bis 2017 gewählt.