Bremgarten

Viele Asylsuchende von Bremgarten wissen gar nicht, was eine Badi ist

Asylunterkunft Bremgarten.jpg

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Das Bundesamt für Migration sollte den Asylsuchenden eigentlich erklären, welche «sensiblen Zonen» sie nicht betreten dürfen. Doch das ist schwieriger als gedacht. Viele von ihnen wissen gar nicht, was eine Badi ist oder können die Karte nicht lesen.

Das Badiverbot sorgt hierzulande für heftige Diskussionen. Insgesamt sind es 32 «sensible Zonen», die der Bund und die Stadt Bremgarten zu Verbotszonen für Asylsuchende erklärt haben.

Nur bei den Asylsuchenden sind die Informationen offenbar gar nie angekommen. Wie also können die Asylsuchenden von den 32 Verboten wissen?

Die «sensiblen Zonen» seien zwar in mehreren Sprachen mündlich kommuniziert worden, sagt Michael Glauser, Sprecher des Bundesamtes für Migration (BFM) gegenüber dem «Blick». Etliche Asylbewerber hätten jedoch Mühe, überhaupt eine Karte zu lesen. «Einige wussten auch gar nicht, was eine Badi ist», sagt Glauser.

Erfahrungsgemäss brauche es bei solchen Massnahmen «zwei bis drei Wochen, bis sich alles eingespielt hat».

Erfrischung in der Reuss

Bei den Asylbewerbern ist nicht die Badi das grosse Thema, sondern viel mehr die Reuss. Trotz Warnung suchen einige Abkühlung im Fluss.

Auch der Wald hinter dem Asylzentrum ist zum Tabu geworden. Es sei gefährlich, weil das Militär dort ist. Immer wieder fahren Truppenfahrzeuge durch, ab und zu seien laute Böller zu hören.

Basel war besser

Eine Asylbewerberin sagt gegenüber «Blick»: «Basel war viel besser.» Dort waren die Asylsuchenden vorher stationiert. In Bremgarten sei es «so ruhig, etwas langweilig, uns fehlen unsere Freunde in Basel.»

Jetzt will das BFM reagieren. «Wir werden die Leute nochmals umso sorgfältiger informieren», sagt Glauser.

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