Hägglingen

Viel Tempo und Action statt gemütlicher Stunden im Wald

Die Hägglinger Waldbereisung lockte ein grosses Publikum an. Für Staunen sorgte vor allem ein TimbersportsTeam: Starke Männer hantierten gekonnt mit Motorsäge, Axt und einer grossen Handsäge.

«Die heutige Waldbereisung soll die Gelegenheit bieten, die Seele einfach mal baumeln zu lassen». So begrüsste Gemeindeammann Urs Bosisio die zahlreichen Besucher beim Hägglinger Waldhaus. Nur gemütlich verlief der Anlass allerdings nicht, während der gut zwei Stunden gab es auch Momente voller Action.

Spektakulär war insbesondere die Show eines TimbersportsTeams aus dem Berner Seeland. Unter der Leitung von Jeff Ryser zeigten Matthias Knörr und Laurent Perrin in mehreren Disziplinen ihr Können beim Sportholzfällen. Die drei starken Männer hantierten unter dem grossen Applaus des Publikums gekonnt mit Motorsäge, Axt oder einer grossen Handsäge.

Facetten des Waldes präsentiert

Herbert Schmid, der die Besucher kompetent durchs Programm führte, erklärte das Konzept der Waldbereisung. «Wir wollen die verschiedenen Facetten des Waldes zeigen.» Es gehe nicht nur um die Holzwirtschaft, sondern auch um Freizeit, Kunst, Sport und Schule – «das alles kann im Wald stattfinden».

Der erste Posten war der Kunst gewidmet. Pius Wietlisbach, Schulhausabwart aus Dottikon, hatte vor dem Waldhaus ein Open-Air-Atelier aufgebaut und arbeitete mit seiner speziellen Motorsäge an Holzskulpturen. Neben zwei Kinderfiguren entstand auch ein Hägglinger Gemeindewappen – alle Skulpturen werden künftig den Grillplatz beim Waldhaus schmücken.

Eindrücklicher Holzhäcksler

Ein paar hundert Meter weiter im Wald zeigte Markus Blattmann, wie schnell ein leistungsfähiger Häcksler aus Baumstämmen und Ästen kleine Holzschnitzel macht. Nach wenigen Minuten war der Kipper mit rund 15 Kubikmetern Schnitzel gefüllt. Diese werden künftig in der Hägglinger Schnitzelheizung verfeuert.

Förster Leonz Küng betonte, in den Freiämter Wäldern gebe es noch Potenzial für mehr Schnitzelholz. «Mit einem Kubikmeter Schnitzeln können wir ungefähr 100 Liter Heizöl ersetzen», erklärte Küng. Für die Herstellung dieser Menge ist nur gerade ein Liter Diesel nötig.

Auf dem Rückweg zum Waldhaus wies Schmid auf den eigens eingerichteten Spielplatz hin, wo sich Kinder vergnügten. «Der Wald bietet auch Gelegenheit für Freizeitbeschäftigung in der Natur», erklärte er.

Baumkletterer im Einsatz

Schliesslich zeigte Baumkletterer Rolf Schwarzenbach am Rand der Christbaumkultur sein Können. Mit beeindruckender Geschicklichkeit erklomm er den Baum, sägte einen Ast nach dem anderen ab und sorgte dafür, dass der Baum gefällt werden konnte, ohne die Weihnachtsbäume zu beschädigen. «Das ist ein äusserst anspruchsvoller Job», kommentierte Leonz Küng den Einsatz unter dem Applaus des Publikums.

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