Bremgarten
«Viel schöner als in Zürich»: Die besten Bilder vom Christchindli-Märt

Der Weihnachtsmarkt in Bremgarten gehört für viele zur Adventszeit dazu wie die Guetzli oder der Grittibänz – auch für Nicht-Aargauer.

Melanie Burgener (Text) und Raphael Hünerfauth (Fotos)
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35 Bilder
«Der Sturm am Sonntag hat den Markt zum Glück verschont», sagt Marktchef Walter Friedli. Nur einen Stand habe es genommen. Er war aber schnell wieder geflickt.
Kinderaugen leuchten mit den Lichtern des Karussells um die Wette.
Michele Bürgi, Stefan Laugallies, Andreas Hümer und Annja Hümer (von links) aus Dottikon wärmen sich mit heissem Holunderwein.
«Diese Kugeln herzustellen, bedeutet viel Arbeit», sagt Daniel Burkhalter. Er bietet an seinem Stand Einblick in die Glaswerkstube.
Gehört dazu: ein Knoblibrotstand.
Prost! Beat und Sandra Grob sowie Beat Amrhyn aus dem luzernischen Werthenstein.
Es folgen weitere Bilder aus Bremgarten.
Flavio Ryser aus Rotkreuz.

Raphael Hünerfauth

Durch die blauen Torbogen strömen jedes Jahr unzählige Besucherinnen und Besucher aus der ganzen Schweiz und deren Nachbarländern. Der Christchindli-Märt in Bremgarten zieht aber auch immer wieder neue Gäste an. Gianna Bürkli aus Rotkreuz ist in diesem Jahr zum ersten Mal dabei. «Wir sind noch nicht lange hier, aber bis jetzt gefällt es mir sehr gut», erzählt sie strahlend. Ihr Freund Flavio Ryser nickt zustimmend, beisst genüsslich in ein langes Knoblauchbrot und grinst: «Es hat sich gelohnt, vorbei zu kommen.» Für ihn gehöre das Essen einfach zu einem Weihnachtsmarkt dazu. «Aber nicht immer dasselbe.»

«Viel schöner als in Zürich»

Neben den vielen Leckereien ist der Glühwein das wichtigste, finden Jessica und Yannick Hangartner aus Langnau. Auch eine schöne Stimmung mache einen guten Weihnachtsmarkt aus. Beides scheint ihnen in Bremgarten besonders gut zu gefallen, denn es ist bereits ihr drittes Jahr am Christchindli-Märt. «Der Weihnachtsmarkt ist einfach viel schöner als der bei uns in Zürich.»

Viele der Besucher nutzten die Gelegenheit und besorgen am Christchindli-Märt Weihnachtsgeschenke für ihre Liebsten. Eine Auswahl zu treffen, ist gar nicht so einfach: Laternen oder Teelichter, Werkzeug aus Schokolade oder doch lieber ein feines Gewürz? Watchara Gerig hofft, mit ihren selbst gebastelten Schokoladenblumen die Besucher zu begeistern, während Daniel und Maya Burkhalter einen Einblick in ihre Glaswerkstube bieten. «Diese Kugeln herzustellen, bedeutet viel Arbeit und deshalb haben sie ihren Preis», erklärt Burkhalter, während er sorgfältig das nächste Glas über der Flamme dreht. Auch für das Gemüt hat der Christchindli-Märt etwas zu bieten. Ein beliebtes Souvenir ist die blau-weisse Tasse, die man gefüllt mit Glühwein kaufen kann. In diesem Jahr wird sie von dem Pfarrschüürli aus Hermetschwil geziert.

Eine Alternative zum Glühwein haben Annja und Andreas Hümer, Michele Bürgi und Stefan Laugallies für sich entdeckt: den heissen Holunderwein. «Er ist super lecker», erzählt Annja Hümer begeistert und ihr Mann stimmt ihr lachend zu: «Das ist schon die zweite Runde. Jetzt müssen wir langsam aufhören, wir spüren es schon.» Fröhlich prosten sie sich zu, ihre gute Stimmung wirkt ansteckend.

Die gute Stimmung ist auch in den beleuchteten Gassen der Altstadt zu spüren. In der Luft liegen Weihnachtsdüfte und durch die Gassen tönt die Musik der Heilsarmee, während auf dem Obertorplatz Kinderaugen mit den Lichtern des Karussells um die Wette leuchten und den Erwachsenen ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Wer den Christchindli-Märt Bremgarten nach einem ausgiebigen Rundgang durch die blauen Torbogen wieder verlässt, hat allenfalls kalte Füsse oder einen eisigen Nasenspitz dafür aber ein warmes Herz.