Beinwil
Viel Platz für sauberes Aushubmaterial

In der Deponie Weid-Banacker können total 1,34 Mio. Kubikmeter abgelagert werden. Sie liegt in unmittelbarer Nähe der Deponie Feld, die zwischen 2004 bis 2010 mit rund 950'000 Kubikmeter Aushubmaterial gefüllt wurde.

Eddy Schambron
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Regierungsrat Stephan Attiger kippt bei der Eröffnung als Erster eine Lastwagenladung unverschmutztes Aushubmaterial in die neue Deponie Weid-Banacker in Beinwil. ES

Regierungsrat Stephan Attiger kippt bei der Eröffnung als Erster eine Lastwagenladung unverschmutztes Aushubmaterial in die neue Deponie Weid-Banacker in Beinwil. ES

Eddy Schambron

Alles war bereit für die neue Deponie Weid-Banacker in Beinwil, um hier wie in der Deponie Feld sauberes Aushubmaterial abzulagern. Allerdings hatte Dieter Greber, Verwaltungsratspräsident der Deponie Freiamt AG weder Betriebsbewilligung noch Betriebsordnung in den Händen.

Kein Grund zur Beunruhigung: Regierungsrat Stephan Attiger, der Vorsteher des Departementes Bau, Verkehr und Umwelt, brachte die Betriebsbewilligung aus Aarau mit, der Beinwiler Gemeindeammann Albert Betschart die Betriebsordnung.

So konnte Attiger ganz legal als «Spatenstich» die Mulde eines Lastwagens gefüllt mit Aushubmaterial in die neue Deponie kippen.

Sie liegt in unmittelbarer Nähe der Deponie Feld, die zwischen 2004 bis 2010 mit rund 950 000 Kubikmeter Aushubmaterial gefüllt wurde. «Mit der neuen Deponie werden wir, wie im Feld, kaum Fruchtfolgefläche verlieren, dafür zehn Prozent ökologische Ausgleichsfläche schaffen», stellte Greber fest.

Er zeigte sich überzeugt, dass Beinwil Ja zur neuen Deponie gesagt hat, weil man mit derjenigen im Feld gute Erfahrungen gemacht habe. «Das wollen wir auch bei der Deponie Weid so halten.»

Wenn die Deponie etwa im Jahr 2020 gefüllt ist, wird die Strasse Rüstenschwil-Beinwil verlegt und dem Gelände angepasst. Diese Strasse werde von der Deponie Freiamt AG bezahlt, weil sie die Verursacherin der Verlegung sei. «Aber wir wollen sie nicht nur bezahlen, sondern auch selber bauen», gab Greber seinen Wunsch Attiger mit nach Aarau.

Bis es soweit ist, werden rund sieben Jahre ins Land ziehen und 1,34 Mio. Kubik Aushubmaterial abgelagert. Die Deponie Freiamt AG denkt aber weiter: Noch ganz am Anfang steht die geplante Deponie «Babilon» in Dietwil. «Wir hoffen, dass sie die nächste sein wird», sagte Greber.

Der Gemeinderat könne mit ruhigem Gewissen hinter der Deponie Weid-Banacker stehen, führte der Beinwiler Gemeindeammann Albert Betschart aus. Die Deponiebetreiberin habe im Feld sehr gute Arbeit geleistet und es sei anzunehmen, dass dies in der neuen Deponie auch der Fall sein werde.

Damit leiste die Gemeinde Beinwil auch einen wich-
tigen Beitrag an die Region.

Josef Nogara, Präsident des Regionalplanungsverbandes Oberes Freiamt, erinnerte sich an die Anfangszeit. «Es wurden von der Repla zwölf Standorte evaluiert.» Mit Beinwil sei schliesslich ein guter Partner gefunden worden.

Auch sei es nicht selbstverständlich gewesen, dass sich zehn Tiefbauunternehmer, die sonst Konkurrenten sind, gefunden haben, um die Deponie Freiamt AG auf die Beine zu stellen.

«Es war Neuland, dass sich diese Mitbewerber gemeinsam an einen Tisch setzten.» Doch Akzeptanz und Vertrauen hätten zu einem Erfolg geführt, der für die gesamte Region von Bedeutung sei.