Mega 14
«Viel grösser kann die Mega gar nicht mehr werden»

Glückliche Aussteller und damit auch ein glückliches OK blicken auf eine erfolgreiche Gewerbeausstellung zurück. Ein besonders Highlight war die Ausstellung Chleeblatt, aber auch die Attraktionen rund um die Gastregion begeisterte die Besucher.

Dominic Kobelt und Lukas Schumacher
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Am Sonntag lockte das schöne Wetter viele Besucher an die Stände und in die Beizen.

Am Sonntag lockte das schöne Wetter viele Besucher an die Stände und in die Beizen.

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Ein durchwegs zufriedener OK-Präsident Christoph Fuchs zog am Sonntagabend Bilanz über die Gewerbeausstellung Mega. «Wir sind begeistert.» Er habe mit vielen Ausstellern gesprochen: «Es gab keine negativen Rückmeldungen. Da kann man schon sagen, dass wir vieles richtig gemacht haben.» Ob das Ziel von 50 000 Besucherinnen und Besuchern erreicht wurde, konnte Fuchs noch nicht beantworten. «Das ist aber auch nicht so wichtig, diejenigen, die hier waren, haben die Ausstellung genossen.»

Nach dem Grossanlass wird auch klar: «Viel grösser kann die Mega nicht mehr werden.» Mit noch mehr Besuchern sei ein gemütliches Vorwärtskommen nicht mehr möglich, meinte OK-Vizepräsident Christian Füglistaller. «Ausserdem hat es nur noch ganz wenig Platz für zusätzliche Stände.»

Nicht nur das Gedränge zwischen den Ständen hielt sich in Grenzen, auch Parkplätze waren genügend vorhanden. Viele Leute sind mit dem ÖV angereist. Auch die Stimmung am Abend in den Festzelten war auffallend friedlich, obwohl ausgelassen gefeiert wurde.

Chleeblatt faszinierte die Besucher

Sehr positiv fiel auch die Bilanz über die Ausstellung Chleeblatt aus. «Wir wussten lang nicht, ob das Wetter wirklich mitspielt und ob wir die Leute tatsächlich in den Wald rauf bringen», sagte der Verantwortliche Christoph Schmid. Das gelang aber mit Bravour: Nur schon die Kutschenfahrt zur Ausstellung war ein Erlebnis.

An den 21 Posten war viel über die lokalen Forstbetriebe, über Umweltschutz und die Tier- und Pflanzenwelt im Wald zu erfahren. Besonders spannend war der Rundgang durch die Betriebsgemeinschaft Koch-Wild-Friedrich. «Ein Gemeinschaftsbetrieb hat den Vorteil, dass man nicht jedes Mal eine Ferienablösung suchen muss, dafür muss man auch Kompromisse eingehen», erklärte Bauer Manuel Koch.

Er zeigte den Besuchern, wie viel seine Kühe jeden Tag essen und wie sie selbstständig zur Melkmaschine gehen und sich melken lassen. «Die wenigsten Bauern können heute noch von Hand melken.» Die Melkmaschine erkennt, welche Kuh in der Box steht, reinigt die Euter und saugt die Milch ab.

Auch der Bienenzüchterverein Bremgarten war mit einem Stand auf dem Hof vertreten. Die Imker erläuterten die Pflege der Bienenvölker und zeigten, wie viel Aufwand und Geduld es für ein bisschen Honig braucht.

Dorothea Tiefenbauer, verantwortlich für Marketing und Kommunikation, brachte es auf den Punkt: «Es wird an der nächsten Mega die grosse Herausforderung sein, wieder etwas zu finden, dass die Gewerbeausstellung zu etwas Besonderem macht.»

Naturmensch statt Wettermissionar

Auch die Besucher aus der Gastregion Morschach-Stoos-Muotathal machten werteten die Gewerbeausstellung auf. Dabei wäre fast eine Attraktion auf der Strecke geblieben: Horat, landesweit als Wettermissionar bekannt, hätte am Samstag im Mega-Restaurant «Chuestall» des Handballclubs Mutschellen auftreten sollen. Horat kam nicht, er musste aus gesundheitlichen Gründen passen. Im Lauf des Nachmittags sprang ein anderer urchiger Muotataler Wetterschmöcker in die Bresche, der in Küssnacht wohnhafte Karl Hediger.

Ersatzmann Hediger, von den Wetterschmöcker-Kollegen «Naturmensch» gerufen, beobachtet für seine halbjährlichen Wetterprognosen das Verhalten der «Hüslischnägge» und den Saft gefällter Bäume. Gelegentlich esse er auch Sägemehl, erzählte Hediger an der Mega, das sei keineswegs die schlechteste Diät. Laut Hediger müssen wir uns leider auf eine eher kalte Karwoche einstellen, und an Ostern «könnten wir möglicherweise Schnee sehen».

Streicheleinheiten statt Show

Auch das zweite angekündigte samstägliche Highlight der sympathischen Vertreterinnen und Vertreter aus der Mega-Gastregion Morschach-Stoos-Muotatal, die Husky-Show, verlief nicht nach Programm. Die drei Shows fielen ins Wasser, den Schlittenhunden war es viel zu warm. Immerhin durften Gross und Klein den zutraulichen Vierbeinern Streicheleinheiten ohne Ende verpassen.

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