Bremgarten

Verzögerung beim 35-Millionen-Neubau der St. Josef-Stiftung in Bremgarten

Visualisierung: Frühestens Anfang Dezember kann das geplante neue Wohnhaus der St.-Josef-Stiftung mit dem komfortablen Innenhof baulich angepackt werden; links der bestehende Zentralbau. ZVG

Visualisierung: Frühestens Anfang Dezember kann das geplante neue Wohnhaus der St.-Josef-Stiftung mit dem komfortablen Innenhof baulich angepackt werden; links der bestehende Zentralbau. ZVG

Ein nicht berücksichtigtes Bauunternehmen hat eine Beschwerde gegen die Auftragsvergabe beim Grossprojekt der St.-Josef-Stiftung in Bremgarten eingereicht. Deshalb verzögert sich der Baubeginn um mindestens drei Monate.

Ursprünglich war Ende Juni der Bauauftakt fürs Grossvorhaben «Falling Water» in Bremgarten vorgesehen. Nachdem die Bau-Verantwortlichen den zu optimistischen Starttermin korrigierten, sollte die Bauerei auf dem Gelände der St.-Josef-Stiftung definitiv Anfang September beginnen.

Auch daraus wird nichts. Eine Submissionsbeschwerde blockiert den Spatenstich. Baubeginn und Fertigstellung des geplanten neuen Wohngebäudes mit den 84 Zimmern werden sich um mehrere Monate verzögern.

Verwaltungsgericht am Zug

Die Beschwerde hat ein Bauunternehmen eingereicht, das sich für die Ausführung der Baumeisterarbeiten beworben und den Auftrag nicht erhalten hatte. Die Baukommission vergab den Auftrag in der Grössenordnung von gut 5 Millionen Franken an ein anderes Unternehmen.

Jetzt liegt der Ball beim Verwaltungsgericht. Es wird die Einwendungen des leer ausgegangenen Bauunternehmens prüfen.

Innert zweier Monate sollte ein Entscheid des Verwaltungsgerichts vorliegen. Dann dürfte auch bekannt sein, ob der Beschwerde aufschiebende Wirkung zukommt oder nicht. «Wir müssen den Baustart um mindestens drei Monate zurückstellen», sagt Baukommissionspräsident Werner Mäder (Villmergen), «das ist unerfreulich.»

Seine Kommission habe bisher ein knappes Dutzend Aufträge im Zusammenhang mit dem Neubauprojekt erteilt. Alle seien rechtskräftig geworden, mit Ausnahme des wichtigen Baumeistervertrags.

Manfred Breitschmid, der Leiter der St.-Josef-Stiftung, bezeichnet die Verzögerung als «bedauerlich und unliebsam». Die Verschiebung der Bauerei werde aber kaum Einfluss haben auf die Gesamtkosten im Betrag von 35,5 Millionen Franken.

Ausserdem ist der Baubeginn laut Manfred Breitschmid absehbar: «Der Inhaber des beschwerdeführenden Unternehmens hat versichert, dass er den Entscheid des Verwaltungsgerichts akzeptieren wird und kein weiteres Rechtsmittel ergreift.»

Daher sei man zuversichtlich, dass der Bau bald einmal angepackt werden kann. Die Bauzeit beträgt zwei Jahre.

84 neue Zimmer auf sechs Etagen

Das Projekt «Falling Water» umfasst ein 25 Meter hohes neues Wohnhaus mit 84 Einzelzimmern für die betreuten Kinder und Erwachsenen der Stiftung. Nebst einem grosszügigen gedeckten Aussenraum entsteht im Erdgeschoss Platz für einen komfortablen Innenhof.

Teil des Grossprojekts sind Umbaumassnahmen im bestehenden Zentralbau, wo ein neues, 48 Quadratmeter grosses Therapiebad erstellt wird. Der Kanton Aargau finanziert 30,5 Mio. Franken der Baukosten. Die restlichen 5 Millionen bringt die Stiftung auf.

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