Dottikon

Verwirrte Bewohnerin meldet Überfall: Polizeieinsatz im Altersheim

Schnell war klar: Es war ein Fehlalarm. (Symbolbild)

Schnell war klar: Es war ein Fehlalarm. (Symbolbild)

Im Alterswohnheim an der Bünz in Dottikon feierten die Bewohner am Donnerstag gerade Fasnachtbeginn, als ein Grossaufgebot der Polizei anrückte. Die Polizisten mussten mit einer Schreckenstat rechnen.

Nach 15 Uhr hatte eine Frau die Nummer der Ambulanz gewählt und einen Überfall mit Toten gemeldet. Die Polizei suchte im Gebäude nach der Anruferin und traf auf eine verwirrte 67-jährige Bewohnerin. Schnell war klar: Es war ein Fehlalarm.

Nachdem sich ein Augenzeuge bei der az gemeldet hatte, bestätigt Kantonspolizeisprecher Bernhard Graser auf Anfrage: «Eine Frau hat aus dem Altersheim die Ambulanz angerufen.» Dabei habe sie von «Mord und Totschlag» geredet.

Mehrere Patrouillen der Regionalpolizei Wohlen und der Kantonspolizei waren zum Alterswohnheim ausgerückt. Auch eine Ambulanz war vor Ort.

Die Fasnacht ging weiter

«Sie hat Sachen gesehen, die nicht passiert sind», erklärt Roger Meier, Leiter des Alterswohnheims. Ob sich die Frau allenfalls an einer Fasnachtsverkleidung erschrocken hatte, ist nicht überliefert. Die Polizei habe nach dem Anruf ein «Riesenaufgebot» geschickt.

Während der Einsatz im Quartier für Aufsehen gesorgt hatte, blieb im Gebäude selber alles ruhig. «Die Bewohner haben vom Polizeieinsatz nicht viel mitbekommen. Das Personal hat mit ihnen Fasnacht gefeiert», sagt Leiter Roger Meier. Wie er weiter erklärte, hat der Zwischenfall für die Bewohnerin «persönliche Konsequenzen». Zur Art dieser Konsequenzen wollte sich der Leiter des Alterswohnheims nicht äussern.

Muss die Bewohnerin nun sogar finanziell für den Fehlalarm geradestehen? «Das wird immer geprüft. Aber in diesem Fall wird das wohl ausser Diskussion stehen», so Kapo-Sprecher Bernhard Graser. Zudem sei keine stundenlange Umstellung des Wohnheims nötig gewesen, man habe schnell Entwarnung geben können.

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