Muri
Verwaltungsgebäude soll nahe beim Kloster entstehen

Das neue Verwaltungsgebäude der Gemeinde Muri soll in den Widmen erstellt werden. Im November soll ein erstes Kreditbegehren an die Gemeindeversammlung kommen, im Sommer 2019 wird gezügelt.

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Hier soll das neue Verwaltungsgebäude der Gemeinde Muri erstellt werden. In den Widmen gehört ein Teil des Landes der Gemeinde. Der Bezug ist im Sommer 2019 angedacht.ES

Hier soll das neue Verwaltungsgebäude der Gemeinde Muri erstellt werden. In den Widmen gehört ein Teil des Landes der Gemeinde. Der Bezug ist im Sommer 2019 angedacht.ES

Eddy Schambron

«Wir haben einen sehr sportlichen Zeitplan», räumt Gemeindepräsident Hampi Budmiger ein. Mit dem Verkauf des Singisenflügels war klar, dass für die Gemeindeverwaltung ein neuer Standort gesucht werden muss. Zurzeit sind die Abteilungen Finanzen, Steuern und Soziale Dienste im Spital Muri im vierten Geschoss des Bürotraktes eingemietet. Dieser Mietvertrag läuft im September 2019 aus. «Bis dahin müssen wir also eine Lösung haben», sagt Budmiger.

Lange war ein Neubau im Bahnhofareal, wo die Gemeinde selber den grössten Landanteil besitzt, im Gespräch. Aber auch in den Widmen, zwischen Friedhof und Kantonalbank, besitzt die Gemeinde noch Land.

In Workshops wurden zusammen mit Vertretern aller Ortsparteien fünf Varianten genauer geprüft: Neubau beim Bahnhof für die ganze Verwaltung, Neubau beim Bahnhof für eine Teilverlegung (Standorte Kloster und Bahnhof), Neubau Widmen für die ganze Verwaltung, Neubau Widmen für eine Teilverlegung (Standorte Kloster und Widmen) sowie die Miete des Amtshauses, das im Besitz des Kantons ist und heute Kantonspolizei und Regionalpolizei beherbergt. Die Schlussbewertung der Varianten durch die Teilnehmenden hat praktisch einstimmig zur Teilverlegung mit den Standorten Kloster/Widmen geführt.

Kleine Distanzen

Als Vorteile werden einerseits die Umsetzung innert möglicher Frist, andererseits die geringe Distanz zum Kloster gesehen. «Wer im Klosterhof parkiert, ist rasch auch im neuen Verwaltungsgebäude», unterstreicht Budmiger. Zudem werde der Dorfteil Wey gestärkt und es seien Varianten und Entwicklungen möglich.

Der Standort Kloster bleibe erhalten und «die Kosten sind tragbar». Mit der Beeler Immobilien AG, die in den Widmen ebenfalls Land besitzt und an einem gemeinsamen Projekt interessiert ist, wird nun die weitere Planung besprochen. Bis Ende Juni wird entschieden, ob diese Variante inklusive Regionalpolizei und Abteilung Bau- und Planung weiterverfolgt wird. Der Kreditantrag soll der November-Gemeindeversammlung unterbreitet werden.

Im Bahnhofareal ändert sich nichts. «Der angestrebte Mix von Büro, Gewerbe und Wohnungen bleibt bestehen», sagt Gemeinderätin Christine Brun. Die Gemeinde wird ihren Landanteil, den sie für das Verwaltungsgebäude benötigt hätte, an die Entwicklungsgesellschaft verkaufen. «Wir hätten ohnehin nur das Land behalten, das wir selber gebraucht hätten.»

Vorerst Parkhaus geplant

Das Land in den Widmen war schon einmal im Fokus des Gemeinderates. 2001 diskutierte man, als es um die Neugestaltung der Marktstrasse und des Klosterhofs ging, auch die Parkierung. Dabei wurde ein Parkhaus in den Widmen in Erwägung gezogen. Es hätte 125 Parkplätze geboten und wäre 3,65 Mio. Franken teuer gewesen.

Es stiess genauso wenig auf Gegenliebe in der Bevölkerung wie das angedachte Parkhaus Chäsiplatz mit 200 Plätzen und Kosten von 4,2 Mio. Franken oder der Vorschlag eines Parkhauses unter dem Klosterhof. Am ehesten an kam die Konzeptstudie «Passepartout» der Gruppe Kind und Verkehr des Elternvereins für eine neue Parkanlage mit Kurzzeitparkplätzen am Nordklosterrain.

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