Villmergen

Petition fordert: Das Ballygebiet soll einen Schulbus erhalten

Eine Mutter fordert in Villmergen einen Schulbus.

Eine Mutter fordert in Villmergen einen Schulbus.

In Villmergen müssen viele Schüler den öffentlichen Bus in die Schule nehmen. Für kleine Kinder sei dies schwierig, findet eine Mutter.

Für die Kinder vom Ballygebiet in Villmergen ist Busfahren Alltag. Beinahe täglich steigen sie am Morgen in den Bus und fahren ins Dorf, wo sie den Kindergarten oder die Schule besuchen. Mit dem Mittagessen zu Hause gibt dies insgesamt vier Busfahrten am Tag.

Christine Pocaterra findet diesen Schulweg per ÖV nicht die ideale Lösung und hat auf der Plattform Petitio, die zu dieser Zeitung gehört, eine Petition lanciert. Darin fordert sie die Einführung eines Schulbusses. «Dies wäre eine Erleichterung für uns Eltern und unsere Kinder», sagt sie. Stand gestern Abend haben 72 Personen ihr Anliegen unterstützt. 100 Unterstützer braucht es, damit die Petition an die Verantwortlichen weitergeleitet wird. Noch bleibt dazu Zeit bis am 7. März.

Vierjährige auf dem Schulweg im öffentlichen Bus

Bereits Kinder ab vier Jahren müssten mit dem Bus in den Kindergarten fahren, schildert Pocaterra das Problem: «Für solch kleine Kinder ist es keine leichte Aufgabe, selbstständig an der richtigen Haltestelle auszusteigen.» Bereits mehrmals seien Schüler am falschen Ort ausgestiegen. «Zudem ist der Bus öffentlich, und kann daher auch nicht auf die Kinder warten. Es ist schon vorgekommen, dass Kinder nach der Schule den Bus verpassten und ganz verloren an der Haltestelle zurückblieben.»

Dass Eltern die Kinder in die Schule begleiten, kann gemäss Pocaterra auch nicht die Lösung sein. «Viele sind berufstätig und haben dafür nicht immer Zeit.» Nun versucht Pocaterra, mit der Petition Bewegung in die Sache zu bringen und ein wenig Druck auf die Verantwortlichen auszuüben. Denn sie ist überzeugt, «ein Schulbus wäre die beste Lösung. Die Kinder hätten keinen Zwischenhalt und somit keine Verwirrung».

Die Petition auf petitio.ch

Die Gemeinde sieht keinen Handlungsbedarf. Ein Schulbus sei für den Gemeinderat kein Thema, heisst es auf Anfrage. Für die etwas abseits gelegenen Gebiete Hilfikon und eben das Ballygebiet habe man ein Konzept mit öffentlichen Bussen entwickelt, mit dem man gute Erfahrungen gemacht habe. Zudem sei es auch eine Frage der Kosten. Die Gemeinde hat für die Eltern jener Kinder, die mit dem Bus in die Schule kommen, einen Leitfaden erarbeitet.

Darin heisst es: «Die Erfahrung zeigt, dass sich die Kinder in der Regel gut und sicher mit dem Bus bewegen können. Schnell übernehmen sie selbst Verantwortung für sich, ihre kleineren Geschwister oder andere Kinder. Wichtig sei, dass die Eltern den Bus akzeptieren «und ihre Kinder gezielt für den Schulweg fit machen».

Autor

Fabio Vonarburg

Fabio Vonarburg

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