Dreharbeiten

Verschwundene Kinder: Der «Bestatter» ermittelt im Kloster Muri

Mike Müller in Muri: Hinter den Kulissen des «Bestatter»-Drehs.

Mike Müller in Muri: Hinter den Kulissen des «Bestatter»-Drehs.

«Der Bestatter» fahndet in der neuen Staffel der beliebten Aargauer Krimireihe auch im Klosterdorf. Zur Zeit laufen die Dreharbeiten und Muri wird nicht nur in einer Folge zu sehen sein. Denn die Gemeinde ist eine Station in der staffelübergreifenden Geschichte.

Der Bestatter kennt das Freiamt nicht wirklich. Aber jetzt ein bisschen besser: Der Schauspieler Mike Müller zeigt sich jedenfalls beeindruckt von der Klosteranlage Muri, in der am Mittwoch und Donnerstag Szenen für die fünfte Staffel der beliebten Krimi-Reihe «Der Bestatter» gedreht wurden.

Er sitzt locker auf der Steinbank im Klosterhof und raucht eine Zigarette, während die Techniker beim Parkplatz, wo auch der Leichenwagen steht, ihre Geräte aufbauen. «Für diese Aargauer Serie kann man natürlich entsprechende Szenen nicht im Kloster Einsiedeln drehen und es dann als Kloster Muri verkaufen», sagt er und freut sich, dass er, seine Mitschauspielerinnen und -spieler sowie die ganze Technik-Crew jeweils freundlich empfangen werden. «Wir fühlen uns sehr willkommen in diesem Kanton.»

Aufwendige Arbeit

Bis die Szene auf dem Parkplatz auf dem Klosterhof gedreht werden kann, vergeht einige Zeit. In kurzen Proben wird zusammen mit den Regisseuren Katalin Gödrös und Tom Gerber die richtige Aufstellung der Schauspielerinnen und Schauspieler, die Position der Kamera, der Lichteinfall und der Ton geprüft.

Der Leichenwagen ist sauber geputzt, der Bestatter zieht sich trotz stark wärmender Sonne das schwarze Jackett und Rechtsmediziner Alois Semmelweis (Martin Ostermeier) die blauen Latexhandschuhe an. Dann heisst es wieder warten, bis die Scheinwerfer eingerichtet sind, der Ton stimmt. Schliesslich widmen sich die Maskenbildnerinnen den Darstellern, machen Anna-Maria (Barbara Terpoorten) noch etwas schöner, tupfen Doerig (Samuel Streiff) ein paar Schweisstropfen von der Stirn.

«Wir drehen pro Tag sechs bis neun Minuten», sagt Müller, «das ist viel.» Muri kommt in der übergreifenden Geschichte der Staffel und damit nicht nur in einer Folge vor. «Muri wird also schon hin und wieder zu sehen sein.»

Schöne Aargauer Motive

Weder Müller noch Produzent Markus Fischer verraten viel über die neue Staffel, die ab Anfang Januar 2017 ausgestrahlt wird. «Es geht um Kinder, die vor vielen Jahren verschwunden sind. Es geht auch um Schubert-Lieder», schmunzelt Fischer.

Und er lässt sich noch entlocken, dass der Bestatter in Muri auf die Kuratorin des Aargauer Kunsthauses trifft. Aber dann ist Schluss. «Mehr verrate ich nicht.» Fischer dreht zum ersten Mal in Muri. «Die Klosteranlage ist schon sehr schön und beeindruckend.»

Mike Müller und Roeland Wiesnekker sind Widersacher in der 5. Serie von «Der Bestatter»

Mike Müller und Roeland Wiesnekker sind Widersacher in der 5. Serie von «Der Bestatter»

Und damit passe sie hervorragend in die Staffel. «Wir versuchen immer, schöne Motive des Kantons Aargau ins Bild zu bringen. Schliesslich machen wir eine Aargauer Reihe.» Der Kanton Aargau als Mittelpunkt eines Krimis sei von ihm nicht zufällig gewählt worden und habe sich als Glücksfall herausgestellt.

«Im Kanton Aargau haben wir alles – Stadt und Land, Abgeschiedenheit und Hektik. Mitten in der Schweiz ist alles möglich. Wir werden überall gerne aufgenommen und finden auch Unterstützung bei der Stadt Aarau und beim Kanton Aargau, wofür wir sehr dankbar sind», betont Fischer. «Die Leute lieben Mike Müller, und das ist die halbe Miete.»

Im Vergleich zu entsprechenden Produktionen anderer Sender komme «Der Bestatter» mit einem kleinen, «schweizerischen» Budget und einem eher kleinen Personalaufwand aus. «Im Schnitt haben wir 35 bis 40 Leute am Set, wir sind ein eingeschworenes Team.»

Meistgesehen

Artboard 1