In der neuen Wohler Badi ist am Sonntagabend die kurze erste Saison beendet worden. Einige Leute haben sich gefragt, weshalb die Verantwortlichen des Schüwo-Parks angesichts des herrliche Spätsommers nicht noch eine Woche angehängt haben. Der Grund liegt in der neuen Eisbahn: «Am 29. September ist dort erstmals öffentlicher Eislauf angesagt. Es liegt in diesen drei Wochen noch einiges an Arbeit vor uns und deshalb war es nicht möglich, Personal für eine Verlängerung der Badi-Saison abzustellen. Wir brauchen die Leute dringend hier», erklärt Geschäftsführer Christian Meier.

Eisaufbereitung verschoben

Statt auf der grossen Bodenplatte erstmals Eis aufzubereiten, musste Daniel Hürzeler, Leiter Eismeister und Badmeister, gestern zuerst Eis kratzen. Was ist passiert? «Wir haben die Bodenplatte in den vergangenen Tagen langsam auf die nötige Minustemperatur heruntergekühlt. Wegen der hohen Aussentemperaturen hat sich dabei unter dem Dach Kondenswasser gebildet und ist heruntergetropft. So grotesk das auch tönt: Wir müssen jetzt vorerst den Bodenfrost beseitigen, bevor wir mit der Eisaufbereitung weitermachen können», erklärt Meier leicht schmunzelnd.

Heute Dienstag soll es jedoch so weit sein, die erste Eisschicht auf der neuen Wohler Eisbahn wird aufgebaut. Neben den Verantwortlichen aus Wohlen sind in diesen Prozess auch externe Fachleute involviert: «Bei einer neuen Anlage müssen verschiedene Faktoren berücksichtigt werden. Wir durften die Platte nicht zu schnell runterkühlen, weil der neue Beton in den ersten Jahren noch arbeitet, und wir haben auch noch keine Erfahrung mit den thermischen Verhältnissen, die auf einer gedeckten Bahn anders sind als auf einer offenen. Deshalb ziehen wir Spezialisten bei, damit es beim ersten Mal auch richtig klappt», sagt der Schüwo-Park-Geschäftsführer. Wichtig sei vor allem auch, dass die einzelnen Elemente der Eisbahntechnik vor der definitiven Inbetriebnahme Schritt für Schritt sorgfältig durchgetestet würden. So lasse sich allfälligen Überraschungen vorbeugen.

Veränderungen im Restaurant

Parallel zum Eisaufbau und dem Vorbereiten der ganzen Anlage für den ersten Publikumsansturm müssen auch im Restaurant noch ein paar Veränderungen vorgenommen werden. «Das ist mit ein Grund, warum wir die Badisaison nicht haben verlängern können. Wir wollen die in den vergangenen Wochen gewonnenen Erkenntnisse sofort umsetzen und werden die nötigen Anpassungen unverzüglich angehen», erläutert Christian Meier.

Grundsätzlich, erklärt er weiter, habe der Restaurationsbetrieb im Schüwo-Park – er ist für den Badi- und den Eisbahnbetrieb konzipiert – den ersten Testlauf gut bestanden. «Immerhin haben wir», zieht er eine erste Bilanz, «in lediglich sieben Wochen 4400 Portionen Pommes frites und 900 Hamburger verkauft.»