Diese Meinung wurde an der Informationsveranstaltung über den kommunalen Gesamtplan Verkehr nicht zum ersten Mal vertreten. Bauverwalter Marcel Handler betonte allerdings, dass die Südumfahrung, welche die CVP vor mehreren Jahren mit einer Petition verlangt hatte, ein Wunschtraum bleiben werde.

Der grösste Teil des Verkehrs sei hausgemacht, erläuterte der Verkehrsplaner Marco Starkermann (Metron Verkehrsplanung, Brugg). Jetzt müsse sich die Gemeinde darauf konzentrieren, die stark belasteten und unfallträchtigen Hauptachsen zu entlasten und darauf die gefahrene Geschwindigkeit zu bremsen. Die Metron-Geschäftsführerin Esther Arnet wies darauf, dass die Bevölkerung in einem vorbildlichen demokratischen Verfahren am Entscheidungsprozess teilnehmen konnte. Die Wohler wüssten am besten, wo der Schuh drücke. Deshalb habe man sie im Vorfeld mehrmals angehört.

In Baden ist alles viel schlimmer

Die Staugefahr werde in Wohlen überschätzt. «Wir jammern auf einem hohen Niveau. In Baden sieht man täglich, was ein richtiger Verkehrsstau ist», sagte Gemeindeammann Walter Dubler. Mit einer Eingangspforte in Anglikon soll der Verkehr abgebremst und kanalisiert werden. Lästig sei der Suchverkehr von Lastwagenchauffeuren durchs Dorf, wurde moniert. Gemeindeammann Walter Dubler erklärte, dass sich der Gemeinderat eine «künstliche Steuerung» überlegen werde.

Drei weitere Kreisel in Planung

Weitere Kreisel zur Verkehrsberuhigung sind bei den Kreuzungen Allmendstrasse (Aldi), Niederwiler-strasse/Jurastrasse sowie Freiämterstrasse/Farnstrasse im Programm. Der Hauptverkehr durchs Dorf wird laut Marcel Handler von der Zentralstrasse auf die Bünzstrasse verlegt. Die Aufwertung der Zentralstrasse wird fundiert studiert.

An der Bahnhofstrasse sieht der Gesamtplan Verkehr einstweilen eine Begegnungszone vor. Die Verkehrsberuhigung und die heute verwirrende Parkplatzsituation an dieser Strasse müssten in nächster Zeit angegangen werden, hiess es.

Geordnete Verhältnisse strebt der Gemeinderat auch am Bahnhof und am Busbahnhof an. Der Zugang zu den Bussen und den Zügen müsse vereinfacht werden.

Tempo 30 in mehreren Etappen

Mit dem Gesamtplan kommen in Etappen auch Tempo-30-Zonen in den Quartieren und sicherere Velo- und Fussverbindungen. Der Gemeinderat werde sich überdies für die BD-Haltestelle Bifang einsetzen, wurde mitgeteilt. Der dichtere Taktfahrplan beim Ortsbus und bei den Regionalbussen ist vorgespurt.

Gesamtplan Verkehr und Parkierungskonzept liegen bis 21. Januar öffentlich auf. Informationen: www.wohlen.ch