Widen

Verkehrsplanung am dringlichsten: Grosse Onlineumfrage unter den Anwohnern ist ausgewertet

Rund 469 Fragebogen wurden ausgefüllt und retourniert. (Symbolbild)

Rund 469 Fragebogen wurden ausgefüllt und retourniert. (Symbolbild)

In der Gemeinde Widen wurde im November eine grosse Onlineumfrage durch­geführt. Nun liegen die Ergebnisse vor. Rund 90 Prozent der Um­frageteilnehmer sind mit der Verwaltung zufrieden oder sehr zufrieden.

Dem Gemeinderat Widen ist es ein Anliegen, die Stimmung in der Bevölkerung zu spüren. Deshalb hat er im November eine grosse Onlineumfrage durch­geführt. Im Mittelpunkt stand die Zufriedenheit der Wider mit dem Gemeinderat und der Verwaltung sowie verschiedene Themen aus dem gesellschaftlichen und politischen Leben in der Mutscheller Gemeinde mit rund 3800 Einwohnern.

«Erfreulicherweise wurden 469 Fragebogen ausgefüllt und retourniert, womit die Umfrage durchaus als repräsentativ eingestuft werden kann», teilt die Gemeindekanzlei mit. Die Teilnehmenden verteilen sich zu je etwa einem Drittel auf die Alterskategorien 30–49 Jahre, 50–65 Jahre und über 65 Jahre. Leider hätten praktisch keine unter 30-Jährigen an der Umfrage teilgenommen, heisst es weiter.

Kontakt mit der Kanzlei bevorzugt via Schalter

Für den Gemeinderat dürfte erfreulich sein, dass die Wider Bevölkerung mit seiner Arbeit einverstanden ist. 83 Prozent sind sehr zufrieden oder zufrieden. Allerdings müsse die Strategie des Rates noch etwas geschärft und besser kommuniziert werden, lautet einer der wenigen Kritikpunkte.

Auch der Verwaltung erteilen die Widerinnen und Wider gute Noten. Besonders hohe Akzeptanz und eine gute Beachtung fände die Website der Gemeinde. 90 Prozent der Um­frageteilnehmer sind mit der Verwaltung zufrieden oder sehr zufrieden. Erstaunlich ist, dass der häufigste Kontakt mit der Verwaltung noch immer über den Schalter abgehandelt wird. Rund 62 Prozent möchten darum auch in Zukunft persönlich am Schalter mit der Gemeinde kommunizieren können. Gefolgt von E-Mail und Telefon.

73 Prozent bevorzugen Auto als Hauptverkehrsmittel

Zwei von drei Befragten gaben an, dass sie selten oder nie an einer Gemeindeversammlung teilnehmen. Die Gründe für das Fernbleiben seien sehr vielfältig und wiesen keinen klaren Trend auf, schreibt die Verwaltung in der Auswertung.

Zudem wurde in 17 Themenbereichen gefragt, ob dringender, gelegentlicher oder kein Handlungsbedarf bestehe. Den mit Abstand grössten Handlungsbedarf sehen die Befragten bei der Verkehrsplanung wie beispielsweise dem Mutschellen-Knoten. «Diese Dringlichkeit kann vielleicht auch darin begründet werden, dass 73 Prozent das Auto als ihr Hauptverkehrsmittel bezeichnen», heisst es. Die nächst dringlichen Themen sind die Senkung des Energieverbrauches oder Dienstleistungen fürs Alter. Am wenigsten Handlungsbedarf sehen die Befragten beim Steuerfuss, bei der Sicherheit oder beim Fluglärm.

Der Gemeinderat und die Kanzlei werden nun die Inputs detailliert auswerten und prüfen sowie wenn möglich rasch umsetzen oder vertieft angehen und in die Legislaturziele 2022–2025 einfliessen lassen.

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