Ortsdurchfahrten
Verkehrslenkung soll für Aufwertung der Zentren umgestaltet werden

Für Boswil und Birri ortet die Metron AG im Auftrag des Regionalplanungsverbandes Oberes Freiamt aus regionaler Sicht eine sehr hohe Priorität zur Aufwertung beziehungsweise Umgestaltung der Ortsdurchfahrten. Besonders in sechs Freiämter Gemeinden.

Eddy Schambron
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Die heutige Ortsdurchfahrt in Boswil ist «stark verkehrsorientiert». Eine Umgestaltung könnte das Zentrum der Gemeinde in seiner Funktion stärken und das Erscheinungsbild aufwerten. ES

Die heutige Ortsdurchfahrt in Boswil ist «stark verkehrsorientiert». Eine Umgestaltung könnte das Zentrum der Gemeinde in seiner Funktion stärken und das Erscheinungsbild aufwerten. ES

Für Boswil und Birri ortet die Metron AG im Auftrag des Regionalplanungsverbandes Oberes Freiamt aus regionaler Sicht eine sehr hohe Priorität zur Aufwertung beziehungsweise Umgestaltung der Ortsdurchfahrten. In Boswil ist die Ortsdurchfahrt mit rund 12 000 Fahrzeugen pro Tag hoch. Die heutige Gestaltung mit breiter Fahrbahn sei stark verkehrsorientiert und werde der Zentrumsfunktion nicht gerecht. Eine wesentliche Zielsetzung müsse sein, das Zentrum in seiner Funktion zu stärken und im Strassenverlauf stärker wahrnehmbar zu machen. «Die Querungssituation soll verbessert und die Kantonsstrasse für den lokalen Radverkehr aufgewertet werden.» Als Entwicklungsschwerpunkt besitze Boswil grosses Potenzial für eine innere Verdichtung im Bereich Zentrum sowie rund um den Bahnhof.

Verkehrszunahme erwartet

In Birri weist die Zürcherstrasse heute mit rund 5000 Fahrzeugen pro Tag absolut zwar eine geringe, in Anbetracht des Ausbaustandards jedoch eher hohe Verkehrsbelastung auf. Dazu komme, dass auf dem Zubringer zur Autobahn eine starke Verkehrszunahme zu erwarten sei. Die Bremgarterstrasse weise mit 12000 Fahrzeugen pro Tag eine hohe Belastung auf und die Knotenbereiche seien Unfallhäufungspunkte. Als Ziel einer Umgestaltung sehen die Planer, die Randbedingungen für den lokalen Fuss- und Radverkehr zu verbessern und die Belastungen durch den wachsenden Verkehr zu verringern. Im kantonalen Richtplan ist eine Umfahrung aufgenommen, allerdings nur als Vororientierung.

Hohe Priorität in vier Gemeinden

In Merenschwand sind die Verkehrslenkung sowie die Aufwertung des südlichen Ortszentrums wichtiges Ziel. In Auw wird das Ortszentrum durch die sehr breite Ortsdurchfahrt und seiner heutigen Gestaltung seiner Bedeutung für einen attraktiven Wohnstandort nur bedingt gerecht. Die Oberrüter Ortsdurchfahrt hat mit ihrer grossen Trennwirkung negative Auswirkungen auf das Ortsbild. Und in Rottenschwil müsste der Durchfahrtswiderstand erhöht werden, damit die Verbindung nicht vermehrt als Schleichroute in Richtung Zürich genutzt wird. Sins ist ein Spezialfall, weil hier eine Umfahrung im kantonalen Richtplan vorgesehen ist.

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