Villmergen
Verkehrschaos wegen Elterntaxis: Jetzt stellt die Polizei Bussen aus

In Villmergen herrscht regelmässig Verkehrschaos, weil Eltern ihre Kinder zur Schule oder in den Kindergarten fahren. Die Regionalpolizei Wohlen will dem ein Ende setzen - mit Erfolg.

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Verstopfte Strassen, Verkehrschaos und Autos, die ohne Berechtigung auf Trottoirs und Privatgrundstücken halten. Dieser Anblick ist in Villmergen keine Seltenheit. Der Grund dafür aber umso spezieller: Denn für das Chaos sind Eltern verantwortlich, die ihre Kinder zum Kindergarten oder zur Schule fahren.

Vor allem bei schlechtem Wetter sind die Elterntaxis ständig im Einsatz – und das hat schon mehrmals zu brenzligen Situationen geführt. Nun hat sich die Regionalpolizei Wohlen entschlossen, dem ein Ende zu setzen. Seit rund eineinhalb Wochen kontrollieren die Patrouillen vor Ort, dass sich Eltern an die Halteverbote halten.

Bussen von 80 oder 120 Franken

Bussen lösen bei den Eltern allerdings Unverständnis aus, wie Fabienne Hollinger von der Repol Wohlen gegenüber «Tele M1» sagt: «Uns wird oft gesagt, sie wollen nicht, dass ihren Kindern etwas passiert. Aber das ist für uns ein Widerspruch.» Denn gerade das Parkieren auf den Trottoirs sei gefährlich, da die Kinder hier vorbeigehen würden.

«Es passieren sehr viele komische Verkehrsgeschichten hier – einfach nur, weil die Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen», fügt Hollinger an. Deshalb greift die Polizei nun durch: Wer auf der Strasse hält, kassiert eine Busse von 80 Franken. Für das Anhalten auf dem Trottoir werden die Verkehrssünder sogar mit 120 Franken gebüsst.

Mittlerweile hat sich im Dorf herumgesprochen, dass die Repol Kontrollen durchführt – heute Dienstag wurde niemand gebüsst.