Mutschellen
Verein Gleis 70 will auf dem Mutschellen weiterfeiern

Sie haben den Mutschellen während vier Wochen in eine Festhütte verwandelt. Während der Fussballweltmeisterschaft hat der Verein Gleis 70 ein Public Viewing veranstaltet. Nun konnte der Verein 6000 Franken an ein Schulprojekt in Togo überweisen.

Dino Nodari
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Public Viewing Mutschellen

Public Viewing Mutschellen

azNetz

Tollhaus Public Viewing: Was nicht allen Veranstaltern während der Fussballweltmeisterschaft gelungen ist, haben die Mutscheller in diesem Sommer geschafft. Organisiert wurde das Public Viewing vom neuen Verein Gleis 70. Ziel des Vereins ist die Durchführung von Veranstaltungen auf dem Mutschellen. Das Public Viewing diente einerseits als Auftakt für den neuen Verein und andererseits sollte beim Public Viewing auch Geld für ein Schulprojekt in Togo gesammelt werden. Es wurden keine kommerziellen Ziele verfolgt.

Direkter Zugang zum Togo-Projekt

«Der Riesenaufwand hat sich gelohnt», ist Beat Kohler von Gleis 70 überzeugt. Bei den Sammelaktionen wurden 3000 Franken eingenommen. Diesen Betrag hat der Verein nun verdoppelt. Aus dem Gewinn, der an der WM-Bar entstand, legte der Verein 3000 Franken drauf.

Aber warum gerade eine Schule in Togo? Ein Bekannter kümmere sich in Lomé um das Projekt Ague Makpoe. «Deshalb haben wir einen direkten Zugang und wissen, was mit dem Geld gemacht wird», sagt Kohler.

Der Bekannte von Beat Kohler ist der 65-jährige Richard Nussbaumer aus Dietikon. Zusammen mit seinem Bruder betreut er die togolesische Privatschule Ague Makpoe in Lomé. Von dem Geld aus der Schweiz werden Material wie Stühle, Tafeln und Ventilatoren gekauft und auch Eltern mit zu geringem Einkommen wird es ermöglicht, ihre Kinder trotzdem zur Schule zu schicken. Geplant sind ausserdem auch Computerkurse.

«Bedürfnis auf dem Mutschellen»

Beat Kohler hat eine Erklärung, warum es mit dem Public Viewing auf dem Mutschellen so gut geklappt hat. «Solche Veranstaltungen sind hier ein grosses Bedürfnis. Man braucht nur ein Festzelt aufzustellen und schon kommen die Leute.»

Der Verein will deshalb weitermachen und Veranstaltungen auf dem Mutschellen organisieren. Allerdings brauche es dazu mehr Mitglieder. «Wenn wir wieder derartige Events organisieren wollen, braucht es einfach mehr Leute.» Auch in Zukunft will sich der Verein für soziale Institutionen einsetzen.