Hermetschwil-Staffeln
Vandalen machen auch vor neuem Defibrillator keinen Halt

Der Hermetschwiler Gemeindeammann Roger Heiss kann es immer noch nicht glauben, dass die Vandalen auch vor einem lebensrettenden Gerät keinen Respekt hatten. Ein Täter ist bekannt und eine Anzeige wurde bereits eingereicht.

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Der defekte Defibrillator.

Der defekte Defibrillator.

Lukas Schumacher

Es ist nicht das erste Mal, dass das kleine Dörfchen Hermetschwil von Vandalen heimgesucht wurde. Am letzten Wochenende zerstörten sie das Plastikgehäuse des Defibrillators, der zentral beim Gemeindehaus hing. Dadurch wurde ein akustischer Alarm ausgelöst, der die Nachbarn aufweckte, und ein SMS an den Gemeindeschreiber gesandt.

«Ich bin noch immer schockiert, dass die Jugendlichen keinen Respekt vor diesem lebensrettenden Gerät hatten und nicht so weit denken, dass sie hier etwas machen, das jemandem das Leben kosten könnte», sagt Roger Heiss, Gemeindeammann von Hermetschwil-Staffeln.

Kommt hinzu, dass der Defibrillator erst vor sechs Wochen angeschafft wurde. So stand in der damaligen Medienmitteilung: «Erfahrungen in anderen Orten haben allerdings gezeigt, dass es bei diesen lebensrettenden Geräten praktisch keine Vandalenakte gibt.»

Diese Meldung traf nun auf Hermetschwil nicht zu. Der Defibrillator selbst hat durch den Vandalenakt jedoch keinen Schaden genommen. Dies wurde durch einen Spezialisten geprüft.

Weil ein aufmerksamer Nachbar bei der Auslösung des Alarms zum Defibrillator rannte, konnte er einen der Vandalen erkennen. Der Gemeinderat hat nun eine Strafanzeige eingereicht, zudem wird der entstandene Schaden an die Täter verrechnet. (cfü)