Büttikon

Valentina Barrera – die junge preisgekrönte Klaviervirtuosin aus dem Freiamt

Konzentriert sitzt Valentina Barrera an ihrem Instrument.

Konzentriert sitzt Valentina Barrera an ihrem Instrument.

Am Klavierspielen gefällt ihr, wie gut sie damit Gefühle ausdrücken kann. Seit zehn Jahren musiziert Valentina Barrera leidenschaftlich und gewann so bereits wichtige Preise. «Wenn sie am Klavier sitzt, ist es magisch», sagt ihr Klavierlehrer.

Mit geschlossenen Augen sitzt Valentina Barrera aus Büttikon am grossen Flügel in der Aula der Musikschule in Aarau. Ihre entspannte Haltung lässt nicht vermuten, wie anspruchsvoll das Stück ist, das sie gerade präsentiert. Konzentriert spielt sie die «Kreolische Tanzsuite» von Antonio Ginastera. Es ist einer der zwei Beiträge, mit denen sie im November den Aargauer Musikwettbewerb in ihrer Kategorie für sich entscheiden konnte. «Sie hat den ersten Preis mit Auszeichnung erhalten», berichtet ihr Klavierlehrer Carlos Rojas stolz. «Wenn sie am Klavier sitzt, ist es magisch.»

An der offiziellen Preisvergabe im KUK Aarau trat Valentina ganz am Schluss vor gut 400 bis 500 Zuhörerinnen und Zuhörern auf, informiert Rojas. Die 14-Jährige erzählt: «Zuerst war ich nervös, aber meine Familie zu sehen, hat mich beruhigt. Der Auftritt war mega schön, besonders der Applaus. Das werde ich nie vergessen.» Sie lächelt strahlend. Wenn Valentina über das Klavierspielen, ihre grosse Leidenschaft, spricht, leuchtet ihr Gesicht auf. «Manchmal bin ich nicht so motiviert für den Unterricht», gibt sie zu, «aber wenn ich erst einmal spiele, dann mag ich gar nicht aufhören.» Ihr Klavierlehrer merkt lachend an, dass Valentina wohl sogar in den Ferien Unterricht nehmen möchte.

Qualität eines Ferraris

Seit zwei Jahren besucht Valentina nun die Musikschule der Stadt Aarau, wo sie eben von Carlos Rojas unterrichtet wird. Im vergangenen Jahr zahlte sich das bereits aus, da gewann sie den Förderpreis Frieda Vogt in Brugg. «Als sie zu mir in den Unterricht kam, vermittelte sie den Eindruck eines Ferraris, der nur im ersten und zweiten Gang gefahren wurde. Inzwischen weiss sie um ihre Qualitäten», beschreibt Rojas seine Schülerin. Nun sei Valentina der Pilot des Ferraris, während er als Mechaniker fungiere.

Ihre ersten musikalischen Schritte machte Valentina mit vier Jahren, als sie von ihrem Onkel ein Spielzeugklavier geschenkt bekam. Ihre Eltern überzeugte die Freude an der Musik, und eine Weile später durfte sie den Klavierunterricht besuchen. Valentina führt aus: «Am Klavierspielen gefällt mir, wie gut ich damit Gefühle ausdrücken kann. Mir geht es immer besser, wenn ich spielen kann. Es gefällt mir, anderen mit der Musik eine Freude zu machen.»

Zum Talent gehört auch Fleiss, eine Stunde mindestens pro Tag müsse sie üben, besser noch zwei bis drei Stunden. «Manchmal muss ich mich sogar bremsen.» Etwas stressig sei es gewesen, als zu den Proben für den Aargauer Musikwettbewerb auch Prüfungen in der Schule hinzukamen. Dennoch habe sie die Herausforderung gemeistert. «Eine grosse Hilfe ist, dass Valentina in der kantonalen Begabtenförderung ist, da kann sie in der Schule auch mal eine Stunde ausfallen lassen, wenn es nötig ist», stellt Rojas fest.

Pläne für 2019

Das könnte dieses Jahr vielleicht sogar der Fall sein, da hat Valentina interessante Termine im Kalender stehen. Im Februar wird die junge Pianistin einen Meisterkurs belegen. Vielleicht besucht sie, wie 2017, ein Orchester-Projekt ihrer Musikschule. Ein Datum ist bereits dick angestrichen. «Ende März nimmt Valentina am Schweizer Jugendmusikwettbewerb teil», teilt der Lehrer mit. Sie wisse bereits ein Stück, das sie spielen möchte, erzählt die 14-Jährige. «Die erste Ballade von Chopin. Ich mag seine Melodien einfach sehr, da kann ich mich gut hineinversetzen.» Ein Lieblingsstück sei eine gute Wahl, das sei gut für die Motivation, befindet Rojas. «Im Mai hat Valentina ihr erstes professionelles Engagement», fügt er noch hinzu. Sie trete als Solistin und im Duo zusammen mit ihm in der Villa Bernau auf.

Vielleicht können Valentinas Schulfreunde bei einer dieser Gelegenheiten dabei sein. Die junge Klavierspielerin erklärt: «Meine Freunde sind toll, die stehen hinter mir und finden es sehr spannend, was ich mache. Sie möchten mich gerne einmal spielen sehen.» Bei so viel liebevoller und professioneller Unterstützung wird man sicher bald wieder von Valentina Barrera hören.

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