Muri
Urs Pilgrim war der Motor, der Murikultur zum kantonalen Leuchtturm machte

Was Murikultur erreicht hat, kam durch Teamarbeit zustande. Das betont der scheidende Stiftungspräsident Urs Pilgrim. Aber er war der kräftige Motor dazu.

eddy Schambron
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Einer der Höhepunkte unter der Leitung von Urs Pilgrim: 2014 konnte das neue Kloster Muri eröffnet werden. ES/Archiv

Einer der Höhepunkte unter der Leitung von Urs Pilgrim: 2014 konnte das neue Kloster Muri eröffnet werden. ES/Archiv

Eddy Schambron

Urs Pilgrim will sich nicht im Mittelpunkt sehen. Vielmehr lobt er die engagierte Arbeit der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die wenigen bezahlten Mitarbeitenden und die grosszügige finanzielle Unterstützung durch zahlreiche Gönnerinnen und Gönner sowie unter anderen durch die Josef-Müller-Stiftung und die Dr.-Franz- Käppeli-Stiftung.

Tatsache ist aber auch, dass Pilgrim besonders unermüdlich und erfolgreich für Murikultur unterwegs war. Ein Höhepunkt war 2011 die Anerkennung von Murikultur durch den Kanton als kultureller Leuchtturm im Aargau.

Elf Jahr als Präsident

Pilgrim arbeitete ab Juni 2004 im Stiftungsrat von Murikultur mit, ab 1. Januar 2005 übernahm er das Präsidium und war bis im Mai 2012 in dieser Funktion auch für die Geschäftsführung verantwortlich. Unter seiner Führung erfolgte 2010/2011 die Zusammenführung der Kulturstiftung St. Martin und der Konzertreihe Musik in der Klosterkirche Muri sowie die Umbenennung in Stiftung Murikultur.

Es gab neue Strukturen mit der Trennung von operativer und strategischer Ebene, ein professionelles Marketingkonzept und ein neues Corporate Design und schliesslich die Anerkennung als kantonaler kultureller Leuchtturm.

Ab Mai 2012 wurde mit Andrea Freund die erste Geschäftsführerin angestellt. Im letzten Jahr kam das Mandat der Einwohnergemeinde und der Katholischen Kirchgemeinde Muri zur operativen Führung von MuriInfo ab nächstem Sommer dazu. Dafür wird die Geschäftsführung auf 100 Prozent erweitert; jetzt wird die neue Geschäftsleitung evaluiert.

Als musikalische Meilensteine gelten die erfolgreiche Zusammenarbeit und Integration von Musik in der Klosterkirche, Musik im Festsaal und die Entwicklung von «Musig im Stern» über «Musig im Ochsen» zur heutigen «Musig im Pflegidach».

Neues Museum Kloster

2014 konnten das von Franz Käppeli finanzierte und betrieblich unterstützte neue Museum Kloster und das Besucherzentrum eröffnet werden. Weiter profitiert die Stiftung vom Kauf des Singisenflügels durch Käppeli mit einem Schenkungsversprechen an Murikultur.

Die Sammlung Caspar Wolf konnte substanziell erweitert werden. Ein Glanzlicht im Bereich Literatur und Theater waren die Eröffnung der Sammlung Murensia 2009, das Jubiläum 10 Jahre Cabarena 2007, die weit über die Region hinaus strahlenden Freilichtlichttheateraufführungen 2005, 2007 und 2014, die Auszeichnung der Bibliothek als beste im Aargau 2011 und schliesslich in jüngster Zeit die Übernahme des Fotoarchivs Josef Stenz.

Besondere Akzente setzte Murikultur auch mit seinen Angeboten im Rahmen des Habsburger Gedenkjahres 2007, des Jubiläums 40 Jahre Kulturstiftung St. Martin und des kantonalen Gedenkens «1415 – Die Eidgenossen kommen». Zu diesen drei Gedenkjahren realisierte Murikultur je eine Publikation: «Die Habsburger und das Kloster Muri», «Akzente» und «Geschichte erleben».

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