Bremgarten
Uraufführung des Musikwerks ohne finanzielles Debakel

Dem Projekt «Missa de Maria a Magdala» wurde der finanzielle Flop vorausgesagt. Gekommen ist es aber anders.

Lukas Schumacher
Drucken
Teilen

Skeptiker im Reussstädtchen befürchteten, das ambitiöse Kirchenmusikwerk werde tiefrote Zahlen bewirken. Sie haben sich getäuscht. An der Kirchgemeindeversammlung der Bremgarter Katholiken präsentierte Martina Hess die Schlussrechnung zur «Missa de Maria a Magdala».

Ausgaben von 73300 Franken stehen Einnahmen von 75300 Franken gegenüber. Macht unter dem Strich einen kleinen Gewinn von 2000 Franken.

Werk wird auch in Polen gespielt

Grösster Ausgabeposten der Uraufführung waren die Gagen der Profimusiker und Gesangssolisten mit knapp 39000 Franken. Mit rund 21000 Franken zu Buche schlug das Auftragshonorar für den polnischen Komponisten Pawel Lukaszewski.

Finanziert wurde das Werk hauptsächlich durch Spendengelder, durch Beiträge von Stiftungen, Firmen und Privatpersonen. So kamen nicht weniger als 69600 Franken zusammen.

Die restlichen 5700 Franken erwirtschaftete die findige Projektgruppe «Missa» um Martina Hess bei Verkaufsaktionen und Anlässen wie Kinoabenden und Pizzaessen.

Das Bremgarter Werk gelangt unter der Leitung von Marco Castellini am 1. Mai 2011 beim Kirchenmusik-Weltfestival in Polen zur Aufführung. Laut Cécile Buckelmüller wird eine Reise ans Festival organisiert.

120000 Franken für neue Beleuchtung

Die Chor- und Altarbeleuchtung vorne in der Stadtkirche wird erneuert. Zu diesem Zweck genehmigte die Kirchgemeindeversammlung einen 120000-Franken-Kredit.

Ziel sind eine bessere Ausleuchtung mit zeitgemässen Leuchtmitteln und eine neue, einfach zu handhabende Steuerungsregulierung. Einhellig Ja sagten die anwesenden 76 der rund 2300 stimmberechtigten Katholiken zur Verwaltungsrechnung 2009 und zum Kirchenbudget 2011.

In der Verwaltungsrechnung resultierte ein Plus (Abschreibungen/Reserven) von 40000 Franken, dies bei Aufwand und Ertrag von je rund 1,5 Millionen. Der Kirchensteuerfuss beträgt weiterhin 20 Prozent.

Mehrere Verabschiedungen

Die von Stefan Gut geleitete Versammlung nahm Abschied von den beiden Kirchenpflegeangehörigen Markus Locher (seit 1999 in Kirchenbehörde) und Benno Wirth (2002). Verabschiedet und beschenkt wurden auch Jules Koch, der während 26 Jahren in der Finanzkommission mitarbeitete, sowie Kommissionskollege Bruno Hubschmid.

Wiedergewählt für eine weitere vierjährige Amtszeit wurden die Finanzkommissionsmitglieder Victor Bachmann (Präsident), Maria Bürgler und Hildegard Tardy. Auch das Stimm- und Wahlbüro wurde wieder für vier weitere Jahre gewählt.

Seit dem 1. November zeichnet Gemeindeleiter und Diakon Ueli Hess, gemeinsam mit einem teilerneuerten Team, für die seelsorgerische Betreuung in der Pfarrei zuständig. «Ob Bremgarten je wieder einen Stadtpfarrer bekommen wird, weiss man noch nicht», sagte Kirchenpflegepräsident Stefan Gut. Dies werde sich bei der Umsetzung von PEP (Pastoraler Entwicklungsplan) zeigen.

Aktuelle Nachrichten