Nach fünfjähriger Mitarbeit im Gemeinderat tritt Christoph Mathis in zwei Wochen zurück. Der Rücktritt wird am 16. Mai erfolgen, unter der Voraussetzung, dass der Kanton Aargau Mathis zu diesem Zeitpunkt von den Aufgaben und Pflichten als Gemeinderat entbindet.

«Unüberbrückbare Differenzen»

Für den überraschenden Schritt macht der 27-jährige Christoph Mathis «persönliche Gründe und unüberbrückbare Differenzen im Gemeinderat» geltend. Gesprächskultur und Umgang in der Gemeindebehörde Rottenschwil hätten in den letzten Monaten sehr zu wünschen übrig gelassen, was er sehr bedauere: «Der Rahmen passt nicht mehr, ich kann mich leider nicht mehr nach bestem Wissen und Gewissen fürs Dorf und die Bewohner einsetzen.»

Wie Mathis betont, hinterlasse er seinem Stellvertreter im Gemeinderat, Daniel Moor, nur wenige noch nicht abgeschlossene Arbeiten. Diese seien so weit vorbereitet, dass eine Übernahme und Fertigstellung problemlos erfolgen könne. Christoph Mathis steht auch vor einer beruflichen Veränderung. Der ausgebildete Kaufmann wird im Sommer ein Studium in sozialer Arbeit abschliessen und wird fortan als Sozialpädagoge tätig sein.

«Überraschend auch für mich»

Für Frau Gemeindeammann Anna Hoppler kommt Mathis’ Rücktritt «überraschend». Sie bedauere seinen Entscheid. Zum Klima im Gemeinderat wollte Anna Hoppler keine Stellung nehmen, bevor nicht Gespräche mit Mathis und dem Gemeinderatsteam stattgefunden hätten. Das Datum der Ersatzwahl steht noch nicht fest. Klar hingegen ist, dass dem Gemeinderat Rottenschwil während mehrerer Monate nur vier statt fünf Personen angehören werden.