Wohlen
Unterwasserwelt an der Feier der Heilpädagogischen Sonderschule

Ein schön geschmücktes Haus erwartete die Teilnehmer der Schlussfeier. Man hatte sich in der Heilpädagogischen Sonderschule zumindest dekorationstechnisch ganz dem Thema Unterwasserwelt und deren Bewohnern verschrieben.

Hanna Widmer
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Die beiden Schülerinnen Joelle Hunziker und Deborah Fragano verlassen die HPS – zusammen mit ihnen auf dem Abschiedsbild sind die Lehrpersonen Angelo Gwerder, Verena Iseli und Thomas Ineichen (von links).rw

Die beiden Schülerinnen Joelle Hunziker und Deborah Fragano verlassen die HPS – zusammen mit ihnen auf dem Abschiedsbild sind die Lehrpersonen Angelo Gwerder, Verena Iseli und Thomas Ineichen (von links).rw

Das zeigten die Unter- und Mittelstüfler mit ihren Auftritten zwischen Reden und Ehrungen: Mal huschten gefährliche Sägefische über die Bühne, mal spielten sportliche Krabben Ballonfussball. Auf jeden Fall bewegte sich viel an diesem Abend. Bewegung – dieser Begriff fiel mehr als einmal während der Schlussfeier. «Wer sich nicht bewegt, bleibt stehen», fasste Schulleiter Oskar Müller zusammen.

5000 Franken von «Funkenflug»

In der HPS hat sich während des letzten Jahres äusserst viel bewegt. Ein Beispiel dafür ist ihr herausragendes Ergebnis am Funkenflug-Wettbewerb. Mit ihrem Beitrag «Zwischen Fratze und Maske» haben die Schülerinnen und Schüler 5000 Franken Preisgeld abgeräumt. Im Kunst-am-Bau-Projekt haben sie ideenreiche und eigenwillige Masken kreiert. Während einer Woche haben sie an ihrer Kunst gearbeitet – und einige hundert Kilo Gips später ihr überragendes Resultat begutachten können. «Das Projekt ist emotional wie auch körperlich allen unter die Haut gegangen», resümierte Müller.

Doch nicht nur bei der Kunst, auch im Sport haben sich die Schülerinnen und Schüler kräftig bewegt. Ob in der Projektwoche Berg und Tal, beim Skifahren oder beim alljährlichen Fussballturnier: Man bewies Ausdauer und Fitness. Für das Fussballturnier hätten sie schon früh mit dem Trainieren begonnen, das habe gefruchtet, meinte Orlando Müller.

Abschied für zwei Schülerinnen

Für die meisten Schülerinnen und Schüler der HPS geht nach den Sommerferien die Schule wieder weiter. Für zwei von ihne war es aber die letzte Schulwoche. Joelle Hunziker und Deborah Fragano haben die HPS abgeschlossen. Mit lieben Worten und Impressionen aus einem digitalen Fotoalbum haben ihre Lehrpersonen die beiden verabschiedet und sie in ihre Zukunft entlassen.

Auch einige Jubiläen wurden in der HPS-Turnhalle gefeiert. Oriana Scussel und Andrea Küng arbeiten seit 10 Jahren an der Schule; Marietta Hauser seit deren 20. Eine gute Flasche Wein und ein grosses Lob für seinen unermüdlichen Einsatz für die Schule gab es auch für Hauswart Ernst Zeller: Ihn könne man gar nachts um 11 Uhr aus dem Kanton Glarus «herbeirufen», wenn eine Tür im Schulhaus aus unerklärlichen Gründen sperrangelweit offen steht, meinte Müller. Das «längste» Jubi-läum feierte Angelo Gwerder: Seit 42 Jahren ist er unterdessen im Lehrerberuf tätig, davon 27 in Wohlen. Und obwohl er dieses Jahr eigentlich pensioniert würde, gibt er die Schule nicht ganz auf, sondern arbeitet in einem Teilpensum weiter. «Da sind wir natürlich sehr froh um wertvolle Tipps», freute sich Müller.

Dank für Gratistransport

Der letzte Dank des Abends gehörte dem Transportunternehmen Taxi Stutz: Seit Jahren transportieren die Mitarbeiter die HPS-Kinder von und zur Schule. 150000 Stops-and-Gos hat Schulleiter Müller gezählt – und das natürlich alles unfallfrei. Und höchstwahrscheinlich werden es in Zukunft nochmals so viele sein.

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