Bremgarten
Unterbringung in Gebäuden: Keine Container für Asylsuchende

Die Stadt hat eine Unterkunftslösung für weitere Asylsuchenden gefunden. Die Submission für die Containerlösung wurde abgebrochen.

Andrea Weibel
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Die Asylbewerber werden nicht in Containern unterkommen, sondern in schon bestehenden Häusern.

Die Asylbewerber werden nicht in Containern unterkommen, sondern in schon bestehenden Häusern.

SEVERIN BIGLER

Offiziell informiert die Stadt Bremgarten heute per Inserat über den Abbruch der Gesamtleistungssubmission für den Neubau einer Flüchtlings- und Asylunterkunft (Seite 29). Das bedeutet, dass es keine Containerlösung für die rund 20 Asylsuchenden geben wird, die das Städtchen zusätzlich zu den 14 bereits aufgenommenen noch beherbergen muss. Bedeutet das also, dass Unterbringungsmöglichkeiten in bestehenden Häusern gefunden wurden?

Denn an der Gemeindeversammlung vom Juni ist noch ein Rahmenkredit für eine zweigleisige Lösung gesprochen worden: Damals wollte man sowohl mögliche Unterbringungen in bestehenden Häusern als auch eine Containerlösung genauer prüfen.

«Ja», bestätigt Gemeindeschreiber Beat Neuenschwander, «wir haben unterdessen Möglichkeiten für die Unterbringung in bestehenden Häusern in der Stadt gefunden.»

Koordination mit Kanton

In einem Gebäude sei die Unterbringung von bis zu zwölf Personen möglich, in einem anderen könnten es gar 20 bis 30 Menschen sein. Genaueres werde Stadtammann Raymond Tellenbach Ende Monat bekannt geben: «Wir treffen uns diese Woche mit Vertretern des Kantons. Sie schauen sich die Gebäude sowie unsere Pläne an. Dann werden wir klären, was wir noch ausbauen müssen. Wir werden öffentlich darüber informieren, sobald wir sämtliche Details mit dem Kanton besprochen haben», erklärt er.

Stadtschreiber Neuenschwander fügt hinzu: «Wenn alles klappt, sollte der Erstbezug in den Gebäuden Grössenordnung Mitte Oktober möglich sein.»

Kontingent wird erfüllt

Die Stadt Bremgarten muss aktuell 35 Asylsuchende aufnehmen, 14 davon sind bereits im Städtchen untergebracht. Bisher hatte die Stadt ihr Kontingent immer bei weitem übertroffen, denn das Bundes-Asylzentrum in der Militärunterkunft, das seit 2013 bestanden hat, bot Platz für bis zu 150 Asylsuchende.

Seit diesem Jahr ist es jedoch geschlossen, die Räume werden wieder von der Armee selber genutzt. Stadtammann Tellenbach bekräftigte bereits an der Gemeindeversammlung im Juni, dass Bremgarten sein Kontingent erfüllen und keine Abgaben bezahlen wolle. Dieses Ziel scheint nun bald erreicht.