Muri
Unter dem Pflegidach gibt es in Zukunft hochstehenden Pop und Jazz

Die Konzertreihe «Musig im Ochsen» im Pflegi Muri kann mit dem grösseren Saal auch Musiker mit noch mehr Anziehungskraft verpflichten.

Eddy Schambron
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Thomas Wernli, Direktor der Pflegi Muri, Konzertorganisator Stephan Diethelm von MuriKultur und Franz Holdt, Präsident des Vereins pflegimuri (von links), freuen sich, dass die Konzertreihe «Musig im Ochsen» ein neues Dach gefunden hat und zu «Musig im Pflegidach» wird.

Thomas Wernli, Direktor der Pflegi Muri, Konzertorganisator Stephan Diethelm von MuriKultur und Franz Holdt, Präsident des Vereins pflegimuri (von links), freuen sich, dass die Konzertreihe «Musig im Ochsen» ein neues Dach gefunden hat und zu «Musig im Pflegidach» wird.

Eddy Schambron

Das ist für alle eine glückliche Situation: Die Konzertreihe «Musig im Ochsen» hat einen neuen Saal, die Pflegi Muri mit «Musig im Pflegidach» ein neues Aushängeschild und MuriKultur und damit der Gemeinde Muri gehen bedeutende Konzerte nicht verloren. Am 26. April gibts im Dachsaal der Pflegi erstmals ein Konzert, nachdem ein Probekonzert zur besten Zufriedenheit von Organisator Stephan Diethelm und seinen Gästen verlaufen ist. Mit zusätzlichen Vorhängen konnte die Akustik des Saales markant verbessert werden. «Wir profitieren in den Gottesdiensten auch davon, weil der Saal jetzt eine viel angenehmere Atmosphäre ausstrahlt», freut sich Thomas Wernli, Direktor der Pflegi.

Dauerhafte Lösung

Er und der Verein pflegimuri mit Franz Holdt an der Spitze haben rasch und unkompliziert reagiert: «Drei Tage nach einer Anfrage fand schon die erste Besichtigung statt», stellt Stephan Diethelm fest. «Schnell reagieren, vorwärts schauen, etwas an die Hand nehmen, diese Art gefällt mir.» Für Diethelm ist es wichtig, jetzt eine dauerhafte Lösung in Aussicht zu haben, nachdem der Ochsen-Saal bald nicht mehr nutzbar sein wird. «Die Konzertreihe ist jetzt an einem Ort, wo sie für 40 Jahre bleiben kann. Dann bin ich 90, wohne in der Pflegi und kann in den Finken an die Konzerte», flachst er. Ein weiterer Vorteil sei es, dass die Pflegi nicht weit vom Bahnhof entfernt mitten in Muri liegt. «Besucherinnen und Besucher von auswärts haben einen kurzen Weg in den Konzertsaal.» Und schliesslich ist der Saal grösser. «Das gibt uns dank mehr Eintritten die Möglichkeit, auch Musiker nach Muri zu verpflichten, die wir bisher nicht engagieren konnten.» Der Pflegidachsaal bietet 80 Sitze, breitere als im «Ochsen»-Saal, und etwa 20 Stehplätze. Die Kapazität lässt sich verdoppeln.

Gut fürs Image

Glücklich zeigt sich auch Thomas Wernli: «Es ist nicht so, dass unsere Bewohnerinnen und Bewohner nur Ländler hören und Anker-Bilder anschauen wollen.» Vielmehr bereichere Musig im Pflegidach das bestehende Angebot zur Gestaltung der Zeit. «Sie gibt unseren Leuten die Gelegenheit, selbst im hohen Alter noch neue Erfahrungen zu machen.» Gleichzeitig bedeutet die Konzertreihe ein Imagegewinn. Mit ihr könne sich die Pflegi weiter öffnen und Leute hereinholen, die sonst vielleicht keinen eigenen Eindruck von der Pflegi erhalten würden. «Sie können erleben, dass wir eine moderne Institution sind, in der man gut leben und alt werden kann.» Wernli kann sich in einer späteren Phase vorstellen, mit dem hauseigenen Restaurant Benedikt das Konzertangebot zu ergänzen. Schliesslich ist er überzeugt, dass das Angebot auch attraktiv für die rund 330 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ihre Angehörigen sein wird.

Mit «Musig im Pflegidach» werde eine seit einigen Jahren verfolgte Strategie des Trägervereins weitergeführt und verstärkt, bestätigt Franz Holdt: «Wir wünschen uns, dass sich hier die Menschen unterschiedlichen Alters begegnen.» Das wird unter anderem mit einem attraktiven Pflegipark und mit verschiedenen Festivitäten gefördert. Das neue Angebot passe hervorragend dazu. «Wir brauchten keine fünf Minuten Diskussion im Vorstand, um der Idee von Musig im Pflegidach einstimmig zuzustimmen.»Kulturbericht Seite 19