Dottikon

Unsicherer Schulweg: Petition fordert mehr Sicherheit an Sternenkreuzung

Die Ampeln der Sternenkreuzung sollen bald alle auf Rot stehen, wenn Schüler die Strassen überqueren.

Die Ampeln der Sternenkreuzung sollen bald alle auf Rot stehen, wenn Schüler die Strassen überqueren.

Am Dottiker Verkehrsknoten wurde die Tochter der Initiantin fast angefahren. Das Sicherheitsproblem ist dem Gemeinderat bekannt.

Über 10000 Autos fahren täglich über die Sternenkreuzung in Dottikon. Dort kommt es laut Caroline Schrepfer, Initiantin der Petition «Brennpunkt Sternenkreuzung: Zebrastreifen soll für Schulkinder sicherer werden» regelmässig zu gefährlichen Situationen. Sie sagt: «Unsere Tochter wurde auf dem Schulweg fast von einem Auto angefahren, als sie an der Sternenkreuzung bei Grün die Hendschikerstrasse überquerte.»

Schalten die Fussgängerampeln auf Grün, würden auch de Ampeln der abbiegenden Fahrzeuge auf Grün mit einem zusätzlichen gelben Blinklicht schalten, so Schrepfer. «Beim Anfahren und Abbiegen der Fahrzeuge kommt es daher oft zu Beinahe-Unfällen.» Der Zwischenfall mit ihrer Tochter ging glücklicherweise glimpflich aus. Die 6-Jährige, die das Schulhaus Hübeli besucht, kam mit einem Schrecken davon.

Diese Erfahrung war für Schrepfer der Auslöser, eine Petition zu starten. «Dass es zu solch gefährlichen Situationen kommt, wurde auch von anderen Eltern beobachtet», sagt sie. Es sei an der Zeit, die Situation zu entschärfen, sagt Schrepfer. In der Petition schlägt sie vor, dass die Ampelschaltung zu Zeiten mit erhöhtem Schüleraufkommen so eingestellt wird, dass alle vier Ampeln der Zebrastreifen gleichzeitig auf Grün schalten, während alle Ampeln für Motorfahrzeuge auf Rot bleiben. Momentan hat die Petition 186 Unterstützer und läuft noch bis zum 13. Dezember. Schrepfer hofft, dass sie sich damit beim Kanton Gehör verschaffen kann.

«Wir nehmen die Sorgen der Eltern ernst»

Marcel Fischer ist Gemeinderat in Dottikon und unter anderem für die Strassen der Gemeinde zuständig. «An der letzten Gemeindeversammlung haben wir die Anliegen der Petition entgegengenommen», sagt Fischer. Er kenne die Situation und die Problematik an der Sternenkreuzung und nehme die Sorgen der Eltern ernst. Der Gemeinderat wolle den Streckenabschnitt auch in der Revision der Bau- und Nutzungsordnung berücksichtigen. «Dottikon ist eine Gemeinde mit viel Verkehr», sagt er. «An der Sternenkreuzung wurden schon in der Vergangenheit verschiedene Massnahmen ergriffen, um die Sicherheit der Fussgänger zu erhöhen.» Beispielsweise seien Geländer montiert worden.

Für die Problematik der Ampelschaltung sieht er auch Verbesserungsbedarf: «Erst letzte Woche hatten wir eine Sitzung mit den Verantwortlichen des Kantons. Wir konnten ihnen unsere Anliegen unterbreiten.» Fischer sagt, allenfalls müsse die Ampelsteuerung ersetzt werden, da sie nicht mehr die neuste ist. Zum Vorschlag, dass alle Ampeln für Fahrzeuge auf Rot schalten, wenn jene für die Fussgänger Grün sind, sagt er: «Das wird überprüft. Für uns ist es das Optimum, wenn der Verkehrsfluss nicht zu sehr eingeschränkt und die Sicherheit für Fussgänger verbessert wird.»

Für den Gemeinderat spielt auch die Sensibilisierung der Schüler und der Eltern eine Rolle, wenn es um die Verkehrssicherheit geht. «Die Schulen und auch die Regionalpolizei Wohlen leisten viel Aufklärungsarbeit, damit die Schüler wissen, wie sie sich zu verhalten haben.» Zudem spricht er über Elterntaxis: «Diese halten auch bei der Sternenkreuzung, weil es dort in der Nähe einen grossen Parkplatz hat.» Er könne verstehen, wenn Eltern Angst um ihre Kinder haben, die zusätzlichen Wagen seien aber nicht förderlich, um die Situation zu entschärfen.

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