«Die Produktion einer Photovoltaik-Anlage entspricht nicht dem typischen Tagesverlauf des Verbrauchs», erklärt Domenic Philipp, Geschäftsleiter ibw Energie AG. Der Kunde könne ohne zusätzliche Massnahmen lediglich etwa 20 Prozent des Stroms verbrauchen, den er selber produziert.

Deshalb möchte die ibw im 2017 drei Speicherlösungen anbieten. Dies ist einerseits mit einem virtuellen Speicher möglich, in den man Strom laden und ihn später wieder beziehen kann. «Wir beraten den Kunden, welche Speichergrösse er braucht, so kann er das für ihn passende Abo lösen», erklärt Philipp. Der Vorteil dieser Lösung sei, dass keine Investitionskosten entstünden.

Anders sieht das beim Heimspeicher aus: Pro Kilowattstunde rechnet die ibw mit etwa 1000 Franken, Lösungen zwischen 7000 und 20 000 Franken sind angedacht, wobei auch ein Leasing möglich sein wird. Die dritte Variante, der Quartierspeicher, bietet den Vorteil, dass die Kosten niedriger sind – je grösser der Speicher, desto günstiger. Zudem wird so die Versorgungssicherheit erhöht.

Die ibw kann die Speicher ebenfalls nutzen und vergütet ihren Kunden den Strom, den sie daraus bezieht. «Mit Speicherlösungen kann der überschüssige Strom besser genutzt werden, ganz nach dem Motto: lokal produzieren, lokal verbrauchen, lokal speichern», erklärt Domenic.

Im Zeichen der Umwelt

Die ibw hat das Jahr 2016 ganz ins Zeichen der Umwelt gestellt. Den Anteil der «neuen erneuerbaren Energien» (Alternativenergien ohne Wasserkraft) will man bis in vier Jahren auf 20% steigern. Momentan sind es 16%. «Zudem wollen wir bis 2020 pro Einwohner 3 m Dachfläche mit Solarpanels ausgerüstet haben, jetzt sind wir bei 1,74 m», erläutert Peter Lehmann, Vorsitzender der ibw-Geschäftsleitung.

Sinnbild für die Partnerschaft zwischen der Gemeinde Wohlen und der ibw sei die PV-Anlage auf dem Dach des Gemeindehauses. Die ibw muss für den Platz nichts bezahlen.

Für die Jahre 2017 und 2018 seien weitere PV-Anlagen mit ca. 1,1 Mio. Kilowattstunden Jahresproduktion in Planung. Wenn das Volk am Sonntag Ja sagt zum Projekt Badi und Eisbahn, wird auf dem Dach der Eishalle eine dieser Anlagen realisiert.

Die ibw verkauft jedes Jahr mehr Ökostrom. Für einen Durchschnittskunden, der 4500 kWh Ökostrom bezieht, ist der jährliche Aufpreis 99 Franken. Philipp: «Dass unser Angebot unschlagbar ist, beweist der Vergleichsdienst mynewenergy.ch. Unser Produkt hat die Höchstnote 6,0 bekommen und ist das günstigste mit dieser Bewertung. Unsere Umfragen haben zudem ergeben, dass Ökostrom ein grosses Kundenbedürfnis ist, wenn der Preis stimmt – das Kundenpotenzial ist noch nicht ausgeschöpft.»