Wohlen

Unihockey-Turnier für geistig Behinderte stösst an Grenzen

Unihockey boomt weiterhin. 30 Jahre nach der Gründung des Schweizer Sports geniesst der Sport immer grössere Beliebtheit. Auch bei der achten Durchführung des Turniers für geistig Behinderte spürt man das.

Unihockey boomt weiterhin. 30 Jahre nach der Gründung des Schweizer Verbands erfreut sich die Hallensportart mit dem Kunststoff-Stock und dem Plastikball mit den 26 Löchern immer grösserer Beliebtheit.

Kein Wunder also, dass die achte Durchführung des Turniers für geistig Behinderte in Wohlen mehr Mannschaften als die letzten Jahre anzog. 25 Teams aus der gesamten Deutschschweiz spielten im Junkholz um Tore und Punkte.

Die Turnhalle wurde zum Tollhaus und war zum Besten voll.

«Wir haben fünf Mannschaften absagen müssen, die auch noch hätten spielen wollen», so die Marlis Meier vom Organisationskomitee.

Mit 25 Teams in fünf verschiedenen Kategorien sei man an der Grenze angelangt. «Aber, es geht schon. Wir haben am Morgen früher gestartet, machen eine kürzere Mittagspause und spielen am Abend einfach länger.»

Keine Option ist es, in der Halle ein drittes Spielfeld zu errichten, um nächstes Jahr noch mehr Teams zulassen zu können. «Das haben wir früher mal probiert», so Meier kopfschüttelnd, «das gab ein riesiges Chaos mit Spielern, Trainern und Besuchern. Unmöglich.»

NLA-Verein als Vorbild

Franz Ungrad spielte früher für Lok Reinach in der Nationalliga A. Der Rottenschwiler ist bei der Organisation Special Olympics zuständig für die Förderung von Unihockey. In Wohlen war er auch dieses Jahr als interessierter Beobachter vor Ort.

Ungrad hofft, dereinst einmal eine eigene Unihockey-Meisterschaft für geistig Behinderte durchführen zu können. «An diesem Ziel arbeiten wir mit Hochdruck.» Man wolle die Sportart bei den Behinderten auf einen höheren Level bringen.

Ein Schritt in diese Richtung machte vor geraumer Zeit der UHC Alligator Malans. Die Bündner stellen nicht nur eines der besten Schweizer Teams bei den Aktiven, sie engagieren sich auch in der Förderung von behinderten Sportlern.

«Malans ist der einzige NLA-Verein in der Schweiz mit einer eigenen Abteilung für Behinderte», so Ungrad. Die Behinderten helfen bei der Durchführung von NLA-Partien mit, die Akteure der 1. Mannschaft engagieren sich dafür immer wieder für die Behinderten.

Sportlich lief es der organisierenden Behindertensportgruppe Wohlen-Lenzburg nach Wunsch. Die «Junikhüpfer» holten sich in der Kategorie B den Tagessieg. Die zweite Mannschaft «Bünzgeister» kam in der Kategorie D auf den fünften Rang.

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