Wohlen

Und noch eine schräge Idee der Bubbles

Wohler Party-Band «The Hardy’s Bubbles»

Hören Sie rein in den Auftritt von «The Hardy’s Bubbles».

Ihren 36. Geburtstag feiern «The Hardy’s Bubbles» bei ihren Fans zu Hause – mit «Bubbles Couch Concerts»

Leicht schräg ist alles, was mit der Wohler Wohlfühl-, Oldies- und Tanzband Nummer 1, mit «The Hardy’s Bubbles» zu tun hat. Ihre Fans nennen sie liebevoll und einfach nur Bubbles. Wo die fünf Herren in ihren schwarzen Anzügen und den roten Krawatten auftreten, da tanzt der Bär – und zwar vom ersten Ton an.

Im vergangenen Jahr hätten die Bubbles ihr 35-Jahr-Bühnenjubiläum feiern können. Das haben sie auch. Still für sich und im ruhigen Bewusstsein, dass ihnen dann schon noch eine schräge Idee einfallen würde, mit der sie sich und ihre Musik, zusammen mit ihren Fans feiern könnten. Die Idee kam und seit vergangenem Wochenende ist sie auch klingende Realität: «Bubbles Couch Concerts» oder einfach nur BCC. «Wir haben in all den Jahren als Hardy’s Bubbles so viele Konzerte an den unterschiedlichsten Orten gespielt», erinnert sich Bubbles-Keyboarder Rolf Wernli, «dass wir in unserem 36. Jahr einmal etwas ganz Besonderes für unser Publikum machen wollten. Wir haben uns gedacht: Über 35 Jahre seid Ihr zu uns gekommen – jetzt kommen wir zu Euch nach Hause!»

Marianne und Viktor Hollinger (links) liessen die «Hardy’s Bubbles» zu sich nach Hause kommen und luden ihre Freunde und Nachbarn dazu ein.

Marianne und Viktor Hollinger (links) liessen die «Hardy’s Bubbles» zu sich nach Hause kommen und luden ihre Freunde und Nachbarn dazu ein.

Drei Sets stehen zur Auswahl

Gedacht, getan. Am Samstagabend ging das erste BCC über die Bühne, und zwar im Haus von Marianne und Viktor Hollinger, die der Band den Durchgang vom Flur ins Esszimmer zur Verfügung stellten, um während exakt einer Stunde für Hollingers’ Freunde und Nachbarn das Beste von Elvis Presley und anderen Grössen aus den 50er-Jahren zu spielen. «Das ist eines von insgesamt drei Sets, die wir im Rahmen unserer BCC anbieten, erklärte Frontmann Peter Meyer das Konzept der Couchkonzerte. «Im Set ‹Elvis› sind es vor allem Stücke aus den 50er- und frühen 60er-Jahren. Das zweite Set besteht aus Musik der späten 60er- und der 70er-Jahre, so mit Creedence Clearwater Revival , John Fogerty und so weiter. Das dritte Set hat noch keinen Namen. Wir nennen es einfach ‹Monja und seine Freunde›. Da spielen wir dann all die Kracher des deutschen Schlagers.»

Die Zahl 36 zieht sich wie ein roter Faden durch die schräge Geburtstagsidee der fünf Bubbles. Auf www.hardysbubbles.ch/bcc erfährt man ab heute alles Wissenswerte rund um die Couchkonzerte. Zum Beispiel, dass die Konzerte nicht weiter als 36 Kilometer von Wohlen weg stattfinden dürfen und dass es sich dabei nur um Privatanlässe für maximal 36 Personen handeln darf. Auf der Website findet man die Zeitfenster, welche die Bubbles für ihre BCC vorgesehen haben. Mit ein paar Klicks hat man sich seinen Termin reserviert und die Bubbles reisen etwa 20 Minuten vor der vereinbarten Zeit an, stellen auf und legen pünktlich los. Dann gibt es für 600 Franken eine Stunde lang Bubbles live, auch wenn, wie bei Hollingers, nur knapp sechs der gewünschten acht Quadratmeter Standfläche für die Band zur Verfügung stehen.

Fast wie Kammermusik

Ob aus dem Jubiläumsprojekt ein festes Angebot wird, das entscheiden Peter Meyer (lead-voc, lead-guit), Rolf Wernli (keyb, voc), Michael Bischof (guit, voc, trp), Ruedi Zulauf (b) und Roger Rey (dr, voc), wenn die Buchungen laufen und sie mehr Erfahrungen mit diesen fast kammermusikalischen Auftritten gesammelt haben. «Eines haben wir schon mal gemerkt», sagt Schlagzeuger Roger Rey, «wir müssen auf so engem Raum viel leiser auftreten und können dafür aber auch viel besser aufeinander hören.» Ein völlig neues Erlebnis für die Band, die sonst auch gerne mal die Dezibelgrenzen sprengt.

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