Sins

Umfahrung und Holperpiste: Der Kifasi-Umzug begeistert das Publikum

Der Fasnachtsumzug in Sins war bunt und schön wie immer. Und er machte Vorfreude auf das 50-Jahr-Jubiläum 2021.

Das war möglicherweise so etwas wie ein Vorgeschmack auf das 50-Jahr-Jubiläum des Kifasi-Fasnachtsumzugs in Sins im 2021: Er war nicht nur so bunt, so schön, so vielfältig wie immer, er wurde auch noch begleitet von herrlichstem Frühlingswetter. Mit 33 Nummern enttäuschte er auch zahlenmässig das grosse und grossartige Publikum, das aus der ganzen Region den Weg nach Sins gefunden hatte, nicht.

Die begeisterten Zuschauerinnen und Zuschauer säumten dicht gedrängt die gesamte Umzugsroute, freuten sich an den vielfältigen Sujets und mancher Konfettischlacht. Musikalisch begleitet wurde der Umzug nicht nur von den einheimischen Väntilwörgern, sondern auch von der Familienguggenmusik Konfettipfuser Auw, den Rütifägern aus Oberrüti, den Tambouren Adelburg Muri, den Mery-Güggern aus Merenschwand, der Ratteschwänz aus Oberrüti und den Sinser Rüsstalschränzern.

Kreativität und bastlerisches Geschick bei den Kindern

Die Väntilwörger aus Sins sorgten gleich zu Beginn für die richtige Einstimmung. Danach kamen eindrückliche Zeugnisse der Kreativität und der Bastelkünste der Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen. Ob den Winterschlaf praktizierende Fledermäuse oder klassisch das Schneewittchen mit den sieben Zwergen, ob «Strechmänndli» oder Wikinger, es wurde mit allen möglichen Materialien gespielt.

Der Kifasi-Umzug überzeugte aber auch mit verschiedenen Themen: Der Tunnel der Südwestumfahrung beispielsweise inspirierte den FC Sins, die Primar 3b machte als Meerestiere mit wenig, aber reizvoll inszenierten Materialien klar, dass Abfall nicht im Wasser landen darf. «Fasnacht for future» sagte das Dietwiler Fasnachtskomitee und thematisierte auch den Klimawandel, «Füür und Flamme» war die Fästitruppe Abtwil für ihren Kreisel in Abbu-City und so begeistert davon, dass sie gleich laufend Wursträdli auf dem offnen Feuer briet.

Die Real 2a war infiziert und riet zum Tragen von Schmutzmasken und die Vill-Brothers freuten sich über den Strassenpfusch zwischen Oberrüti und Sins, der den Freiämtern anstatt eine schöne, glatte Fahrbahn für Autos eine Ski-Cross-Piste und eine Ski-Arena bescherte. Wie immer war dieser Wagen sehr aufwendig gebaut, inklusive klimaneutralem Skilift.

Fasnachtsparty und erste Vorboten des 50-Jahr-Jubiläums

Nach dem Umzug fand die Kinderfasnachtsparty auf den Pausenplatz statt, die von den anwesenden Guggenmusik zu einem musikalischen Feuerwerk gestaltet wurde. Das Vergnügen war aber auch auf der Seite von Eltern, die ihre Sprösslinge begleiteten. Wer wollte, konnte sich mit professioneller Hilfe in eine Figur nach Belieben und Wahl schminken lassen – ein Angebot, das gerne wahrgenommen wurde.

Mittendrin der Sammelwagen des Kifasi-Komitees Sins. Das hatte seinen guten Grund: Die aktuelle Fasnachtsdekoration in Sins ist angejahrt. Zum 50-Jahr-Jubiläum von Kifasi im nächsten Jahr soll deshalb eine Neue her. Dafür ist aber nicht nur Spendengeld gefragt, es sind auch Ideen gewünscht. Vorschläge aus der Bevölkerung können bis zum Sommer eingereicht werden. Die beste Dekoidee gewinnt und wird ausgeführt.

Autor

Eddy Schambron

Eddy Schambron

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