Sins

Umfahrung reduziert Durchgangsverkehr im Dorf um über die Hälfte

Die Umfahrung mündet im Doppelkreisel Süd, die Brücke ist Teil des Rad- und Fusswegs.

Die Umfahrung mündet im Doppelkreisel Süd, die Brücke ist Teil des Rad- und Fusswegs.

Die Kosten sind mit 84 Millionen Franken hoch, aber der Nutzen der Südwestumfahrung SIns rechtfertigt sie. Das legte der Vorsteher des Departementes Bau, Verkehr und Umwelt dar. Der Durchgangsverkehr im Dorf lässt sich um über 50 Prozent reduzieren.

Wenn die Südwestumfahrung Sins gebaut ist, wird es im Dorfkern der Gemeinde markant ruhiger (az Aargauer Zeitung vom 5. April). Konkret wird sich laut Prognose für 2025 der Verkehr auf der Luzernerstrasse um 54 Prozent auf 9100 Fahrzeuge täglich verringern, auf der Aarauerstrasse sogar um 74 Prozent auf 3120 Fahrzeuge.

«Die Wirkung der Südwestumfahrung ist damit sehr gut», stellte Peter C. Beyeler, Vorsteher des Departementes Bau, Verkehr und Umwelt, fest. Heute sind es gut 17000 Fahrzeuge, die sich täglich durch Sins wälzen.

Seit 40 Jahren geplant

Den Nutzen von Umfahrungen geniessen schon einige Gemeinden im Aargau: Aarau, Aarburg, Ennetbaden, Bremgarten, Lenzburg, Laufenburg und Rheinfelden. Noch nicht vom Durchgangsverkehr entlastet sind Baden, Bad Zurzach und Mellingen, aber hier sind die Kredite sind von Gemeinde und Kanton bewilligt. Sins ist noch nicht so weit, doch die Zeichen stehen gut, dass auch hier ab 2016 mit dem Bau der schon seit 40 Jahren geplanten Ortsumfahrung begonnen werden kann.

Für das Departement Bau, Verkehr und Umwelt ist der Handlungsbedarf unbestritten: Mit 64 Prozent ist der Anteil des Durchgangsverkehrs überdurchschnittlich hoch. Die Luzernerstrasse wird zunehmend unattraktiv, die Grenzwerte der Lärmschutzverordnung sind schwierig einzuhalten.

Mit einer Umfahrung werden die Aarauer- und Luzernerstrasse aufgewertet. Das unterstützt die Lebens-, Wirtschafts- und Wohnqualität in Sins. Schliesslich wird auch die Staubildung auf der Aarauerstrasse und der Reussbrücke reduziert.

Mehr Sicherheit

Für die Gemeinde Sins attraktiv ist schliesslich nicht nur die Umfahrung selber, sondern auch die Aufwer-
tung der Aarauerstrasse, auf der nach Inbetriebnahme der Umfahrung nur noch etwa 3000 bis 3500 Fahrzeuge verkehren werden. Im Rahmen der Erneuerung wird der Strassenraum umgestaltet. Verengungen wirken temporeduzierend und die Verbindungen für den Fuss- und Radverkehr werden sicherer und attraktiver.

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