Es war eine «Knacknuss», wie der einheimische Architekt Stefan Hegi betonte. Der Ausbau des Dachgeschosses der Gemeindeverwaltung verlangte viel Planung und vorausschauendes Denken. Mit einer Machbarkeitsstudie wurden verschiedene Möglichkeiten evaluiert, wie der Raumbedarf gedeckt werden könnte.

Schliesslich wurden die ehemalige Wohnung und der eigentliche Estrich des Gebäudes, auch «Alphütte» genannt, zusammengelegt und in ein grosses, lichtdurchflutetes Grossraumbüro umfunktioniert. Wo früher Requisiten der Musikgesellschaft oder Rollstühle des Samaritervereins lagerten, stehen jetzt moderne, höhenverstellbare Arbeitstische und ein einladender Empfangstresen.

Kredit nicht ausgeschöpft

Auch Personen mit einer Gehbehinderung wird der Zugang zu den Ämtern im Obergeschoss ermöglicht. Seit einiger Zeit gibt es einen Treppenlift, mit dem die Stufen problemlos überwunden werden können.

Die Einwohnergemeinde hatte letztes Jahr einen Kredit von 740 000 Franken für den Umbau gesprochen. Dieser könnte jetzt laut Vize-Gemeindeammann Meinrad Baur sogar unterschritten werden. Gespart wurde aber nicht am falschen Ort: Alles ist topmodern und auf dem neusten Stand. Die Gemeindemitarbeiter dürfen in einem regelrechten Smart-Office arbeiten.

Früher liess das Raumklima zu wünschen übrig: «Das lag nicht etwa an den säumigen Steuerzahlern», wie Vizeammann Baur mit einem Augenzwinkern erklärte, sondern an der schlechten Isolation. Im Winter waren es schon mal unangenehm klamme 15 Grad und im Sommer konnte es bis zu 35 Grad heiss werden.

Jetzt messen Sensoren die Sonneneinstrahlung, senken die Storen bei Bedarf automatisch und verstellen den Neigungswinkel der Lamellen. Die Dachfenster verfügen über Wind- und Regenmesser, so können über Nacht die Räumlichkeiten optimal durchlüftet werden.

Herzstück Pausenraum

Vizeammann Baur hält fest: «Dieser Ausbau bedeutet einen Meilenstein für die funktionale Zukunft der Gemeindeverwaltung, jetzt sollten wir für die kommenden 10 bis 20 Jahre Ruhe haben.» Besucher Hannes Amstutz aus Sarmenstorf sagt: «Ich finde es gut, dass etwas Bestehendes umgenutzt und optimal ausgebaut wurde. Die neuen Räume machen mir einen freundlichen und hellen Eindruck.»

Zum Schluss der Führung konnten sich die interessierten Sarmenstorferinnen und Sarmenstorfer noch im neuen Herzstück der Gemeinde bei einem kleinen Apéro verpflegen. Im Rahmen des Ausbaus wurde auch ein Gemeinschaftsraum im Erdgeschoss realisiert. Dieser bietet dem Gemeindepersonal genügend Platz, um sich zum Znüni zu treffen und/oder den Informationsaustausch zu pflegen.