Im grossen Festzelt an der Grenzstrasse herrschte ein munteres Stimmengewirr, die Tische waren bald nach dem Einlass fast alle besetzt. «Dieser Abend ist voller Überraschungen, kunterbunt, gespickt mit Gaumenexplosionen und vor Lachen tanzenden Bauchmuskeln», machte Sängerin Nita Fernandes neugierig. Gut aufgelegt führte sie mit Erich Thalmann, Präsident des Verwaltungsrates, durch den Abend.

Bunt und abwechslungsreich

Für die geladenen Genossenschafts-Mitglieder gab ein delikates Dinner, zwischen den Gängen servierten die Organisatoren ein buntes Programm. Die Gruppe Vox 3, bestehend aus Samia Afra, Nita Fernandes und Matt Stöckli, überzeugte mit tollen Stimmen und vielseitigem Repertoire. Bald klatschte und wippte das Publikum eifrig mit. «Das ist kein Problem, der Boden ist mit 3000 Schrauben gesichert», hatte Erich Thalmann zuvor lachend versichert. Spektakulär war das vielseitige Bühnenprogramm von Coloro: von Jonglage mit leuchtenden Bällen bis zu atemberaubender Akrobatik.

Etwas wehmütig wurde die Stimmung, als Thalmann mit Daniel Emch, Vorsitzender der Bankleitung, über dessen baldigen Ruhestand sprach. Seit 1993 arbeite Emch in der Bank, inzwischen sei er bekannt als «Mister Raiffeisen Boswil-Bünzen». Zum Abschied bekam er ein Bild, das drei seiner Lebensabschnitte darstellt. Gerührt bedankte sich der scheidende Bankleiter.

«Nicht zu viel versprochen»

An so einem bedeutenden Abend fehlte auch Raiffeisen-Präsident Guy Lachappelle nicht. Fröhlich gestimmt hielt er eine Rede. Darin betonte er, wie besonders so ein Jubiläum sei. Das Geheimnis dahinter: «Die Kundenorientierung ist wichtig. Unser Genossenschaftsmodell hebt uns von anderen Banken ab, es erzeugt Kundennähe.»

Zur Fusion der beiden Raiffeisenbank Boswil-Bünzen und Wohlen hatte er einen Vergleich, der die Gäste zum Schmunzeln brachte: «Im vergangenen Jahr heiratete meine Tochter. Erst war ich skeptisch, denn ich kannte meinen Schwiegersohn noch nicht so gut. Inzwischen bin ich positiv eingestellt, die beiden passen zusammen.» So stelle er sich die Verbindung der beiden Raiffeisenbanken auch vor. «Ich bin übrigens seit kurzem stolzer Grossvater», fügte Lachapelle noch lächelnd hinzu. Das Fazit der Gäste lautete: «Nita hat nicht zu viel versprochen.»