Merenschwand

Überbauung in Benzenschwil kann realisiert werden

Benzenschwil

Benzenschwil

Die Ortsbürger haben an der Gemeindeversammlung allen Vorlagen zugestimmt. Nur die Neubauten in Benzenschwil gaben Anlass zur Diskussion.

Es war eine zügige Ortsbürgergemeindeversammlung am Mittwochabend. Zuerst wurde das Protokoll der Ortsbürgerversammlung vom 20. Juni einstimmig genehmigt. Anschliessend informierte Gemeinderatsmitglied Daniel Schmid über die geplante Errichtung eines Waldfonds. Ab dem 1. Januar tritt ein neues Waldgesetz in Kraft. Die Ortsbürger hatten die Wahl, die Forstreserven in die Bilanz der Ortsbürgergemeinde einfliessen zu lassen oder die Forstreserven in Form eines Fonds weiterzuführen. Die Merenschwander entschieden sich für die zweite Variante.

Am meisten zu reden gab der Beschluss über die Neubebauung der Grundstücke an der Bahnhof- beziehungsweise Dorfstrasse in Benzenschwil. Gemeindeammann Hannes Küng klärte die Zuhörer über den Stand des Vorprojektes auf. Das Total der Erstellungskosten für die Gesamtüberbauung beläuft sich, gemäss Projektierung durch Steiger Architekten, auf etwas mehr als 13,6 Mio. Franken. 57,7 % der Erstellungskosten fallen dabei auf die Ortsbürgergemeinde Merenschwand. Die restlichen 42 % fallen je zu 11,3 % und 31 % auf die beiden anderen Grundstückbesitzer. Letztere haben bereits eine Baubewilligung für ihr Projekt erhalten, wollten aber noch den Entscheid der Merenschwander Ortsbürger abwarten. Ziel ist es, das Projekt gemeinsam realisieren zu können, um Synergien zu nutzen und Kosten zu sparen. Das Kreditvolumen für die Ortsbürgergemeinde beträgt 8,55 Mio. Franken.
Die geplante Überbauung umfasst fünf Mehrfamilienhäuser, drei davon mit total 20 Wohnungen. Diese würden der Ortsbürgergemeinde Merenschwand gehören. Alle fünf Häuser sollen einen Tiefgaragenzugang erhalten. Der Wohnungsmix sei eher auf kleinere Wohnungen ausgelegt und die Lage sei verkehrsgünstig, so Küng.

Gefährlicher Büntenbach

Im Verlauf des kommenden Jahres sollen das Projekt vorangetrieben, das Baugesuch eingereicht, die Ausführungsplanung erarbeitet und die Submission gestartet werden. Ende 2019 soll mit dem Rückbau der beiden Gebäude begonnen werden. Der Start der Bauphase ist für 2020 geplant. Bis Herbst 2022 sollten die Wohnungen bezugsbereit sein. Ortsbürger Roger Klausner meldete Bedenken an, die Tiefgarage könnte bei Hochwasser vom nahen Büntenbach überflutet werden. Küng betonte, dass man diesem Umstand im Rahmen der Auflagen der Gebäudeschutzversicherung in der Projektierungsphase Rechnung tragen werde und konnte insofern beruhigen, als die Einfahrt der Tiefgarage auf der vom Bach abgewandten Seite geplant sei.

170 000 Franken Überschuss

Die Versammlung stimmte dem Verpflichtungskredit schliesslich zu und Gemeindeammann Küng bekräftigte: «Wir hoffen bei diesem Projekt auf eine gefreute Sache.» Als erfreulich erwies sich für die Abstimmung auch das Budget 2019. Rainer Heggli, Ressortleiter Finanzen im Gemeinderat, erläuterte den anwesenden Ortsbürgern die Zahlen, wonach die Ortsbürgergemeinde mit einem Ertragsüberschuss von 124 000 Franken rechnen dürfe. Allerdings musste die Sanierung des Mühleweihers, welche mit 46 000 Franken budgetiert war, vorgezogen werden und kostete nur rund 10 000 Franken. Somit darf 2019 sogar mit einem Ertragsüberschuss von 170 000 Franken kalkuliert werden.

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