Der TV Muri hat sich zum zweiten Mal in Folge für die Finalrunde in der 1. Liga qualifiziert. Kam dieser Erfolg im letzten Jahr noch eher überraschend, haben die Murianer Handballer in dieser Saison keine Zweifel aufkommen lassen: Sie haben sämtliche Heimspiele gewonnen und die Qualifikationsphase mit einem mehr als deutlichen 31:17-Auswärtserfolg im Freiämter Derby gegen Handball Wohlen auf Rang drei beendet. «Dieser Sieg war wichtig für unsere Moral, und wir haben gezeigt, was wir drauf haben», sagt Muris Trainer Claude Bruggmann.

Mit dem Erreichen der Finalrunde haben die Murianer ihr Saisonziel eigentlich bereits erreicht. Trotzdem geben sie sich damit nicht zufrieden und wollen auch in der entscheidenden Phase der Meisterschaft vorne mitspielen. Zu einem Rang in der ersten Tabellenhälfte – also in den Top 4 – soll es für den TV Muri reichen. «Das ist ein realistisches Ziel, auch wenn wir mit Kreuzlingen und den Seen Tigers zwei Mannschaften in der Gruppe haben, die stärker einzustufen sind als der Rest», blickt Bruggmann auf die Finalrunde voraus.

Hält die Serie an?

In der vergangenen Saison hat der TV Muri vor allem gegen Ende der Finalrunde aufgedreht und vier der letzten fünf Spiele gewonnen. Diesmal wollen die Murianer auch einen guten Start hinlegen. Und dabei spielt es ihnen sicherlich in die Karten, dass sie gleich mit zwei Heimspielen in die Finalrunde starten können, denn zu Hause sind sie in dieser Saison noch ungeschlagen. «Es wäre natürlich toll, wenn wir diese Serie weiterziehen könnten», so Bruggmann. Am Samstag wartet auf den TV Muri das Duell mit Frauenfeld, eine Woche später das Kräftemessen mit Appenzell. Zwei Gegner also, die durchaus in der Reichweite des TV Muri liegen sollten. Vor allem, wenn die Mannschaft so aufspielt wie zuletzt im Derby gegen Wohlen.

Ligaerhalt ist kein Selbstläufer

Weniger gut ist es für das andere Freiämter 1.-Liga-Team bisher gelaufen. Handball Wohlen, die im letzten Jahr noch vor Muri klassiert waren, hat in dieser Saison den Tritt nach einigen gewichtigen Abgängen in der Sommerpause und einigen Verletzungen zu Beginn der Meisterschaft noch nicht richtig gefunden. Entsprechend haben die Wohler auch ihr Saisonziel «Finalrunde» verpasst und müssen nun in der Abstiegsrunde um den Verbleib in der 1. Liga kämpfen. Das ist eigentlich nicht mehr als eine Formsache angesichts des Potenzials im Kader der Wohler, trotzdem nehmen die Verantwortlichen die Abstiegsrunde nicht auf die leichte Schulter. «Das wird kein Selbstläufer für uns. Entsprechend haben wir in der Meisterschaftspause hart trainiert und wollen unbedingt die Top 4 erreichen, um den Ligaerhalt zu sichern», sagt Wohlens Co-Trainer Martin Kleiner.

Dass der Druck, der in der Abstiegsrunde unbestritten grösser ist als in der Finalrunde, wo die Wohler in den letzten beiden Jahren gespielt hat, zum Problem wird, glaubt Kleiner nicht. «Wir haben viele Spieler im Team, die die nötige Erfahrung mitbringen für solche Situationen. Der Druck soll für uns in erster Linie eine Motivation sein. Jedes einzelne Spiel ist entscheidend, und wir müssen schauen, dass es uns gelingt, die Spannung über die ganze Abstiegsrunde hochzuhalten», so Kleiner. Das erste Spiel der Abstiegsrunde bestreitet Handball Wohlen am Samstag in einer Woche zu Hause gegen Pfader Neuhausen.

Spiele 13. Januar, 16 Uhr: TV Muri gegen SC Frauenfeld, Bachmatten Muri. 20. Januar, 17.45 Uhr: Handball Wohlen gegen Pfader Neuhausen, Hofmatten Wohlen