Tägerig

Tümpel schützen Weiher vor Sturzflut

Bald wird der Weiher am Galgenbach nicht mehr überflutet, vor dem hier Johannes Jenny (links), Matthias Betsche, Roland Strebel und Philipp Schuppli stehen.chr

Bald wird der Weiher am Galgenbach nicht mehr überflutet, vor dem hier Johannes Jenny (links), Matthias Betsche, Roland Strebel und Philipp Schuppli stehen.chr

Der private Weiher am Galgenbach soll in Zukunft vor Überschwemmungen  verschont bleiben. Am Ufer werden als Hochwasserschutz 4 Tümpel angelegt und ein kleiner Damm errichtet.

Einmal waren die 32 eingesetzten Bachforellen über Nacht plötzlich verschwunden, ein andermal wurde der Weiher bei starken Regenfällen vom sturzflutartig angeschwollenen Galgenbach überschwemmt, aber die Population der Dohlenkrebse konnte sich die ganze Zeit über in dem 1973/74 angelegten Gewässer behaupten.

Projekt für Hochwasserschutz

Doch jetzt soll die Überflutungsgefahr am Weiher und auf dem angrenzenden Landwirtschaftsland unterhalb der Ortsverbindungsstrasse zwischen Tägerig und Mellingen gebannt werden. Der Besitzer des idyllischen Plätzchens, Roland Strebel aus Mägenwil, hat sich mit dem Kanton und Naturschützern zusammengetan und auf ein Sanierungsprojekt geeinigt. Die Pläne liegen bis am 11. Dezember öffentlich auf.

Der Eigentümer ersuchte den Kanton um einen wirksamen Hochwasserschutz. Angeboten wurde vom Staat die Verlegung des Bachlaufs durch den Wald südlich des Weihers im Rahmen eines Gesamtprojekts, das auch die Anlegung von 4 Tümpeln und eines kleinen Schutzdamms umfasst. Pro Natura Aargau liess von Philipp Schuppli von der Creanatira GmbH in Aarau einen Entwurf ausarbeiten. Der Kanton sicherte finanzielle Unterstützung zu. «Und ich muss einen 2 Meter breiten Landstreifen von meiner Parzelle an den Kanton abtreten, damit der neue Bachlauf gestaltet werden kann», erwähnte Roland Strebel an einer Medienorientierung vor Ort.

«Es handelt sich um ein Projekt, das aufzeigt, wie auf einer Fläche von 25 Aren viel für die Natur getan werden kann», sagte Matthias Betsche, Präsident von Pro Natura Aargau. Johannes Jenny, der Geschäftsführer von Pro Natura, zeigte sich erfreut über die geplanten Massnahmen, die auch den Amphibien zugutekommen werden.

Kosten von 80 000 Franken

Von dem Vorhaben würden in der Tat seltene Arten profitieren, wie etwa der Dohlenkrebs im Weiher, betonte Projektleiter Philipp Schuppli. Die Hochwasserschutzmassnahmen kommen auf rund 80 000 Franken zu stehen. An den Kosten beteiligt sich der Kanton einmal mit 40 000 (Sektion Wasserbau) und einmal mit 10 000 Franken (Sektion Jagd und Fischerei). 30 000 Franken steuert der Naturemade-Star-Fonds des Elektrizitätswerks der Stadt Zürich bei, von wo aus solche Vorhaben unterstützt werden.

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