Merenschwand
Trotz neuen Verboten nicht mehr Polizeikosten

Die Kontrollen zur Einhaltung der neuen Schularealordnung werden in Merenschwand im bisherigen Rahmen durchgeführt.

Eddy Schambron
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Aline Fischer aus Benzenschwil (links) und Victoria Bucher aus Mühlau auf dem Merenschwander Schulareal auf dem Weg in den Unterricht. ES

Aline Fischer aus Benzenschwil (links) und Victoria Bucher aus Mühlau auf dem Merenschwander Schulareal auf dem Weg in den Unterricht. ES

Neue Regeln und neue Verordnungen müssen keine höheren Kosten für die Gemeinde zur Folge haben. Das zeigt sich am Beispiel der Gemeinde Merenschwand, die im Sommer verschiedene Tempo 30-Zonen signalisiert hat und auf den 1. Januar eine neue Schularealordnung in Kraft setzt.

Die Schulareale Merenschwand und Benzenschwil werden damit zur suchtmittelfreien Zone erklärt. «Die Einhaltung der Schularealordnung wird in erster Linie durch Lehrpersonen, den Schulhausabwart, Schulleitung und Schulpflegemitglieder kontrolliert», sagt Schulleiter Heinz Mäder.

Dabei gehe es bei Verstössen wie Littering oder das Befahren des Areals mit Motorfahrzeugen zuerst einmal um Verwarnungen. Die Regionalpolizei Muri kontrolliere heute schon auch das Schulareal im Rahmen des laufenden Kontrollauftrages der Gemeinde bei ihren Besuchen. Zusätzliche Kontrollgänge seien nicht vorgesehen.

Das bestätigt Erich Holliger, Chef der Repol Muri: «Wir haben bereits Schularealordnungen in Muri und Sins und kontrollieren ihre Einhaltung im Rahmen unserer normalen Tätigkeit.» Bis jetzt seien damit gute Erfahrungen gemacht worden.

Auf Schularealen führt die Repol schon immer Personenkontrollen durch. Wird das Schulareal zur suchtmittelfreien Zone erklärt, liegt allerdings das Bierchen auf dem Schulareal - von bewilligten Festivitäten abgesehen - nicht mehr drin. «Das gilt nicht nur für Schüler, sondern genauso für Lehrer und andere Erwachsene», unterstreicht Holliger.

Notwendig wurde die Schularealordnung, weil das Littering, vor allem nach kleineren nächtlichen Partys, zugenommen hat. Flaschen und Dosen von alkoholischen Getränken, Zigarettenstummel, Verpackungsmaterial und weiteres würden dabei achtlos liegen bleiben und dem Schulhausabwart einen stetigen Mehraufwand bereiten, hält die Schulpflege fest.

Die Einführung von Tempo 30-Zonen hat auf die Arbeit der Polizei und damit auf den Leistungsauftrag der Gemeinde Merenschwand keinen Einfluss. «Die Polizei kontrolliert die Geschwindigkeit im bisherigen Rahmen», führt Gemeindeschreiber Urs J. Alt aus, «die neuen Zonen haben keine finanziellen Auswirkungen auf die Gemeinde.»

Allenfalls haben sie bei Übertretungen Einfluss auf die Höhe der Busse, weil Tempo 30 schnell mal überschritten wird. Holliger winkt ab: «Da täuschen sich die Leute», sagt er, «Tempo 30-Überschreitungen sind nicht so häufig, wie vielfach angenommen wird. Und meistens sind es Einheimische, die Tempo 30 nicht eingehalten.»