Kiwanis Club Mutschellen

Trotz Corona war es ein Jubiläumsjahr voller Höhepunkte

Die neue Rollstuhlschaukel beim Haus Morgenstern.

Die neue Rollstuhlschaukel beim Haus Morgenstern.

Der Kiwanis Club Mutschellen konnte in seinem 30. Bestehensjahr zahlreiche Sozialprojekte umsetzen.

Krisenzeiten sind Zeiten für Macher. Macher sind auch die Mitglieder des Kiwanis Club Mutschellen (KCM): Trotz Herausforderungen und erschwerten Bedingungen, welche die Covid-19-Pandemie in diesem Jahr mit sich brachte, setzten sich die Kiwaner mit Herzblut und Engagement für Bedürftige ein.

Dem Haus Morgenstern in Widen, das der KCM seit vielen Jahren unterstützt, wurde im Sommer eine neue rollstuhlgängige Schaukel für die mehrfachbeeinträchtigten Bewohnerinnen und Bewohner gestiftet. Das Spielgerät ist auch für die Öffentlichkeit zugänglich und trägt so dazu bei, das Miteinander zu fördern. Für Freude sorgte der Zustupf an Einzelpersonen aus der Region: Die Kiwaner unterstützten ein Mädchen und einen fussballbegeisterten minderjährigen Asylsuchenden – sie konnte dank der Hilfe ins Jubla-Lager fahren und er blieb Teil seiner Fussballmannschaft.

Ausserdem boten die Mitglieder einer alleinerziehenden Mutter, die für zwei ihrer Kinder die Diagnose einer unheilbaren Krankheit hinnehmen musste, professionelle Hilfe an.

«Wir haben uns auf das Umsetzbare konzentriert»

Ausserdem sammelte Kiwaner Rolf Senn mit einer Fahrt auf dem Rennrad, bei der er 8848 Höhenmeter bewältigte (die Höhe des Mount Everests), Spenden für das Projekt «Wir lernen weiter», das gebrauchte Laptops an Bedürftige vermittelt. «Corona hat uns gezwungen, uns auf das Umsetzbare zu konzentrieren», erklärt Christopher Bywater, Sozialchef vom KCM. «Nur dadurch, dass wir Macher in unserem Klub haben, konnten wir so viel umsetzen. Die Bedürftigen haben nur den Nutzen an dem, was umgesetzt wird.» Für das kommende Jahr haben sich die Kiwaner vor­genommen, schnelle, unbürokratische Hilfe für Einzelpersonen, Familien und Institutionen zu leisten. «Fünf oder noch besser zehn solche Einsätze sind unser Ziel. Ausserdem werden wir unsere enge, wertvolle Verbindung zum Haus Morgenstern weiter pflegen», betont Bywater.

Seit der Gründung des Kiwanis Club Mutschellen vor 30 Jahren setzen sich die Mitglieder mit Engagement und Herz- blut für Sozialprojekte ein. «Es macht immer wieder Spass, wenn man sich zweimal monatlich mit gleichgesinnten Kameraden aus unterschiedlichen Berufsgattungen treffen kann», sagt Anton Mehmann, Gründungsmitglied und Präsident des KCM. Dabei werden Sozialprojekte evaluiert, angegangen und realisiert. «Interessante Vorträge von Referenten aus Wirtschaft, Vertretern sozia- ler Institutionen sowie persön- liche Vorstellungen runden diese Meetings ab.» Zu den Höhepunkten der Vereinsaktivitäten zählt Mehmann das Engagement für die Stiftung Haus Morgenstern. Auch die Finanzierung und Erstellung der Sicht-Trennwand des Kinderheims St.Benedikt in Hermetschwil-Staffeln in Fronarbeit gehört zu den Höhepunkten.

Kiwanis ist die weltweit grösste Kinderhilfsorganisation nach Unicef und sorgt jedes Jahr für etwas mehr Lebensqualität und Gerechtigkeit. (az)

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