Wohlen

Trotz Corona-Massnahmen und drohendem Verkehrschaos: Der Herbstmarkt soll stattfinden

Der Wohler Markt entlang der Bünzstrasse lockt zweimal im Jahr jeweils zahlreiche Besucher an.

Der Wohler Markt entlang der Bünzstrasse lockt zweimal im Jahr jeweils zahlreiche Besucher an.

Wohlen plant den Anlass im Oktober. Allerdings hält der Chef der Regionalpolizei sich auch die Option offen, den Herbstmarkt doch noch kurzfristig abzublasen.

Der Jahrmarkt im Frühling und im Herbst gehört seit vielen Jahren zur Tradition in Wohlen. Entlang der Bünzstrasse bieten die Marktfahrer querbeet allerlei an. Heuer verunmöglichte der Lockdown die erste Auflage im Mai, doch nun soll es wenigstens mit dem Herbstmarkt am Montag, 19. Oktober, klappen. Marco Veil, Chef der Regionalpolizei Wohlen, in dessen Zuständigkeit der Jahrmarkt liegt, sagt zur AZ: «Aktuell planen wir den Markt durchzuführen. Allerdings behalten wir uns auch die Option einer kurzfristigen Absage in letzter Minute offen, falls sich die Bedingungen von Bund oder Kanton wieder verändern sollten.»

Sicher ist, dass die Anzahl Marktstände im Vergleich zu früheren Jahren geringer sein wird. Nicht alle interessierten Marktfahrer werden sich nach Wohlen begeben. Wer trotzdem etwas verkaufen will, muss sich strikt an das Corona-Schutz­konzept des Schweizerischen Marktverbands halten. «Die Umsetzung wird von uns eng kontrolliert. Wer sich nicht daran hält, wird des Platzes verwiesen und muss zusammenräumen», sagt Repol-Chef Veil.

Wegen Verkehr verzichten kommt nicht in Frage

Der Wohler Markt findet nicht nur wegen der Coronavoraussetzungen unter anderen Voraussetzungen statt als üblich, sondern auch wegen der speziellen Verkehrssituation während der nächsten zwei Jahre mit der Umleitung durchs Dorf. Dies wegen der gesperrten Nutzenbachstrasse. Schon jetzt ist das Verkehrsaufkommen in den Stosszeiten sehr hoch. Verursacht der Markt so nicht einen Verkehrskollaps?

Die Repol sieht es pragmatisch. Marco Veil sagt: «Es wird sicher etwas grössere Warte­zeiten geben, aber das Aufkommen ist auch an normalen Tagen gross. Nur wegen des Verkehrs auf den Markt zu verzichten, kommt nicht in Frage.» Damit das Chaos auf der Umleitung über den Kirchenrain und die Zentralstrasse nicht ausbricht, hat die Regionalpolizei an der neuralgischen Kreuzung mit der Bremgarterstrasse am Markttag einen Verkehrsdienst engagiert. «Dieser wird jeweils drei Stunden am Morgen, über die Mittagszeit und am Abend eingesetzt, um den Verkehr möglichst flüssig zu halten», erklärt Marco Veil eine Massnahme gegen das drohende Verkehrschaos.

Gewiss keine Verkehrsprobleme wird es bei den anderen grösseren Herbstmärkten im Freiamt geben. Der legendäre Martini- Markt am 11. November in Muri in der Marktgasse beim Kloster ist bereits jetzt abgesagt. Die Organisatoren erklären auf der Website: «Wir sind bemüht, für den Maimarkt am Samstag, 1. Mai 2021, ein Schutzkonzept auszuarbeiten.» Wie die Umstände dann allerdings bezüglich der Schutzmassnahmen und dem Verlauf der Coronakrise sind, kann so weit im Voraus niemand wissen.

In deutlich anderer, viel kleinerer Form als gewohnt, findet immerhin am 24. und 25. Oktober in Bremgarten in der Altstadt ein alternativer «Herbstmarkt» statt, wo trotzdem rund 200 Marktfahrende erwartet werden. Die Besucher werden mit einem Rundgang im Einbahnsystem durch die Gassen geleitet, und das Tragen von Masken wird empfohlen.

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